Aktuelle Bücher

Aktuelle Bücher im Mai 2017

Sehnsucht
Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach

Hans-Michael Koetzle (DGPh, Hrsg.)
180 Seiten, 115 Duplexabbildungen, Deutsch, Englisch, Spanisch
Kehrer Verlag
ISBN 978-3-86828-783-7; 39,90 Euro

Michael Horbach (DGPh) hat Großes vor. Das Medium Photographie möchte er nutzen, um die Welt ein Stück weit besser zu machen. Das klingt kühn angesichts globaler Krisen und Konflikte. Michael Horbach hält konkret dagegen – mit seinen großzügigen Kunsträumen in der Kölner Südstadt, einem dichten Ausstellungsprogramm sowie Stipendien für junge Künstler vorzugsweise aus Afrika oder Lateinamerika: Photographinnen und Photographen, die sich mit ihrer Arbeit den großen Gegenwartsfragen stellen.

Aktuelle Bücher im April 2017

Katharina Sieverding
Kunst und Kapital

256 Seiten mit 300 Abbildungen,
Hirmer-Verlag
ISBN: 978-3-7774-2837-6; 45 Euro

Die deutsche Photographin Katharina Sieverding gehört zu den international renommierten Künstlerinnen, die schon früh mit ungewöhnlichen Bildfindungen und einer innovativen medialen Kunstpraxis das künstlerische Potenzial des Mediums Photographie erneuert haben. Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie bereits seit den 1960er-Jahren ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Selbstporträt filmisch und photographisch einsetzte. Ab den 1970er-Jahren schuf sie großformatige Multilayer-Montagen zur Weltlage, die 1977 auf der documenta 6 erstmals international gezeigt wurden. Der von ihr selbst maßgeblich mit konzipierte Katalogband stellt in 27 Kapiteln 42 ihrer Werkgruppen aus der Zeit zwischen 1967 und 2017 vor.

Aktuelle Bücher im März 2017


Pieter Hugo
Between the Devil and the Deep Blue Sea

304 Seiten
Prestel Verlag
ISBN: 978-3-7913-8352-1; 49,95 Euro

Was trennt uns und was verbindet uns? Wie leben Menschen jeglicher Couleur mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Der südafrikanische Photograph Pieter Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern nach. Aufgewachsen im postkolonialen Südafrika, wo er 1994 das offizielle Ende der Apartheid erlebte, hat Hugo ein feines Gespür für soziale Dissonanzen. Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Ländern wie Ruanda, Nigeria, Ghana oder China.

Aktuelle Bücher im Februar 2017

Hans Eijkelboom
Photo Concepts

Hrg: Gabriele Conrath-Scholl (DGPh) und Wim van Sinderen
400 S. mit 60 s/w und farbigen Werkserien
Snoek Verlag
ISBN 978-3-86442-189-1; 39,80 Euro

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick zum Werk von Hans Eijkelboom, das er seit mehr als vier Jahrzehnten mit einem forschenden Blick auf die »Human Identity« kontinuierlich entwickelt hat. Seine Anfänge liegen in der Konzeptkunst der 1970er Jahre und ihrem neuen medialen Verständnis von Photographie. Hat sich der Künstler in seinen frühen Serien teils selbst im Dialog mit anderen Personen dargestellt, sieht er heute in den Straßen der internationalen Metropolen das für ihn ideale Atelier. Dort bieten sich ihm tausenderlei Ansichten von Menschen: Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, die er zwar nicht persönlich kennenlernt, die sich ihm jedoch über ihr Äußeres mitteilen und es mehr als lohnenswert machen, den Blick auf sie zu lenken und sie unter spezifischen Aspekten in Bildreihen zu ver­sammeln.

Aktuelle Bücher im Januar 2017

Werkstatt für Photographie 1976-1986
Hrsg. von Florian Ebner (DGPh), Felix Hoffmann, Inka Schube (DGPh) und Thomas Weski
392 S. mit 225 (150 farb.) teils ganz- bzw. doppelseit. Abb.
Verlag Walther König
ISBN: 978-3-96098-042-1; 39,80 Euro

Das Buch "Werkstatt für Photographie 1976-1986" fasst die drei Ausstellungen in Essen, Berlin und Hannover zusammen und lädt den Leser zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Thematik ein. Es ist somit der Kern des Projekts und ermöglicht die kritische Auseinandersetzung und Reflexion dieses Abschnitts in der Photographie. Es ist vor allem ein Themenwechsel: zu dem von Steinert gelehrten Bildjournalismus kommt das Photodesign und die künstlerische Photographie hinzu. Letztere teilt sich in den 90er Jahren noch in „Photographie“ und Medienkunst auf. Der Photograph Michael Schmidt gründet 1976 die „Werkstatt für Photographie“ an der Volkshochschule in Berlin-Kreuzberg, die bis 1986 erheblichen Einfluss und Wirkung auf die Strukturen der „künstlerischen Photographie“ nehmen wird.

Aktuelle Bücher im Dezember 2016

Regina Schmeken (DGPh)
Blutiger Boden

144 Seiten, ca. 80 Abb.
Hatje Cantz
ISBN 978-3-7757-4158-3; 35 Euro

Im Frühjahr 2013 begann Regina Schmeken, Dr.-Erich-Salomon-Preisträgerin 1996, die Tatorte des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zu photographieren. Um der Beklemmung zu begegnen, die jeden ergreift, der sich mit den Attentaten auseinandersetzt, entschloss sie sich, die Photographien im Rahmen einer Ausstellung zu zeigen. Dabei geht es darum, die Ungeheuerlichkeit dieser scheinbar willkürlichen Gewalt zu vergegenwärtigen sowie der Ermordeten zu gedenken. Der Titel bezieht sich auf die Propagandaformel »Blut und Boden« und damit auf die Überzeugung der Nationalsozialisten, dass ein »gesunder Staat« nur auf der Einheit von »eigenem Volk und Boden« gründen kann.

Aktuelle Bücher im November 2016

Peter Gowland's
Girls

Herausgeber: Alfried Wieczorek, Thomas Schirmböck (DGPh)
192 Seiten, 172 Farb- und S/W-Abb.
Kehrer Verlag
ISBN 978-3-86828-749-3; 39,90 Euro

Peter Gowland’s Girls widmet sich den aufregenden Pin-up-Photographien des amerikanischen Photographen Peter Gowland (1916 – 2010). Er photographierte ab 1946 in und um Los Angeles junge Frauen im Glamour und Pin- Up Stil. Bereits zu Beginn seiner Karriere bezeichnete ihn die New York Times 1954 als »America’s No. 1 Pin-Up Photographer« und siedelte seine Bilder später im »Irgendwo zwischen Verführung und Kunst« an. Seine Models fand Peter Gowland an den Filmsets in Hollywood, bei Agenturen oder Schönheitswettbewerben. Er inszenierte und photographierte sie im Studio oder an den Stränden von Los Angeles bis Malibu. So trug er wesentlich zur Entstehung des Mythos Kaliforniens als ewig sonnigem Nachkriegs-Paradies der Moderne bei.

Aktuelle Bücher im Oktober 2016

bilderstrom
Der Rhein und die Fotografie 2016-1853
Hsg, Prof. Dr. Christoph Schaden (DGPh)

250 Seiten, ca. 180 Abbildungen
Hatje Cantz
ISBN: 978-3-7757-4190-3; 29,80 Euro

Das Buch zur Ausstellung hat einen ungewöhnlichen Titel: “Der Rhein und die Fotografie 2016-1853.“ Dieser Blick zurück wird fokussiert und gespiegelt indem die aktuellste Photographie »Der Badegast« (Jos Schmid, 2016) - eine Daguerreotypie - mit der ältesten photographischen Technik erstellt wurde. Ein Strom der Bilder aus 163 Jahren zeigt den Fluss als Verkehrsweg, Wasserstraße, als Ausflugsort, Mythos und Lebensraum. Vom Rhein haben wir ein kollektives Bild, das zwischen Klischee, Landschaft, historischem Ort und künstlerischer Auseinandersetzung changiert.

Aktuelle Bücher im September 2016

Udo Bernhart (DGPh)
Mongolei – Unterwegs durch die endlose Weite der Steppe

200 Seiten, 231 Abbildungen,
Verlagshaus Würzburg
ISBN: 978-3-8003-4858-9; 29,90 Euro

Die Mongolei ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Ihre sanften Hügel und unendlichen Weiten haben den 1956 in Bozen geborenen und seit 30 Jahren in Frankfurt lebenden Photographen Udo Bernhart (DGPh) dermaßen fasziniert, dass er sich entschloss, das Land – eines der letzten weißen Flecken auf der Landkarte - mit dem Fahrrad zu entdecken. Und so machte er sich im Juni 2012 zusammen mit einigen sportverrückten, abenteuerfreudigen Bike-Freunden auf den Weg in die Hauptstadt Ulan Bator. Der Blick aus dem Fenster der Aeroflot-Maschine zeigte Steppe, soweit das Auge reicht. Keine Häuser, keine Straßen, keine Flüsse, Berge, Seen.

Aktuelle Bücher im August 2016

Helmut Newton und Alice Springs
Us and Them

200 Seiten, Text: Englisch, Deutsch, Französisch
Taschen-Verlag
ISBN: 978-3-8365-2467-4; 39,99 Euro

Helmut Newton (1920 - 2004) war einer der einflussreichsten Photographen unserer Zeit. Bekannt wurde er für seine widersprüchlichen Szenarien, die oftmals auflergewöhnliche Beleuchtung und seine bemerkenswerten Bildkompositionen, die er lieber auf der Strafle oder in Innenräumen als in Studios realisierte. June Brown (geb. 1923) interessierte sich zunächst für das Theater. Die junge Australierin heiratete 1948 Helmut Newton wurde 1970 unter dem Künstlernamen Alice Springs ebenfalls Photographin, als die sie zahlreiche Ausstellungen und Buchveröffentlichungen hatte. Das von beiden faszinierend und innig kuratierte Buch "Us and Them" ist eine Ode an Partnerschaft und Kunst.

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