
Am 12.01.2026 um 23:05 Uhr im Ersten und verfügbar in der ARD Mediathek
Der Film erzählt von der 2014 in Afghanistan ermordeten Fotografin Anja Niedringhaus, deren ikonische Bilder ein Vierteljahrhundert lang die Titelseiten der internationalen Presse prägten. Für ihre Arbeit erhielt sie 2005 den Pulitzerpreis. Enge Wegbegleiterinnen geben persönliche Einblicke in ihr Leben und Wirken. Dabei entsteht das Bild einer Frau, die gegen viele Widerstände ankämpfen musste. Eine kriminalistische Spurensuche wirft außerdem ein völlig neues Licht auf die Umstände ihres Todes. Niedringhaus‘ Ermordung wurde von den Ermittlern in Ost und West als Spontantat eines islamistischen Einzeltäters rasch ad acta gelegt. Der Dokumentarfilm von Sonya und Yury Winterberg widerlegt diese Sichtweise und benennt die politischen Hintergründe. Der Film basiert auf mehrjährigen Recherchen und Dreharbeiten in Afghanistan, Pakistan, Deutschland, Frankreich und den USA sowie exklusiven Einblicken in Ermittlungs- und Gerichtsakten.

Anja Niedringhaus_F.A.Z.-Foto _ Wolfgang Eilmes

Anja Niedringhaus, UN-Soldaten unter Beschuss, Sarajevo, Bosnien, 20. Juli 1994.
Französische und ukrainische UN-Soldaten flüchten, als serbische Scharfschützen das Feuer auf sie in der Innenstadt Sarajevos eröffnen. © Anja Niedringhaus/pa