75 Jahre DGPh: Call for Papers
75 Jahre DGPh: Call for Papers

Köln, 07.11.2025 

Call for Papers | 75 Jahre DGPh  

Einreichungen bis zum 10. Januar 2026

Im Jahr 2026 feiert die Deutsche Gesellschaft für Photographie DGPh ihr 75-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum verstehen wir nicht als reine Rückschau, sondern als Gelegenheit, die Gegenwart der Fotografie kritisch zu befragen und gemeinsam in ihre Zukunft zu blicken. 

Wir wollen den fortwährenden Wandel des Mediums sichtbar machen – als kulturelle Praxis, als gesellschaftliches Werkzeug und als ästhetisches Experiment. Mehrere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr bringen Mitglieder, Expert*innen und Interessierte zusammen, um die Vielfalt der DGPh zu zeigen, den interdisziplinären Austausch zu fördern und neue Impulse für die kommenden Jahre zu setzen. Die im Rahmen dieses Calls eingereichten Beiträge können in die Planung und Gestaltung dieser Veranstaltungen einfließen. 

Die Sektionsmitglieder der DGPh sowie externe Autor*innen, Forschende, Fotograf*innen und Akteur*innen aus Theorie und Praxis sind eingeladen, inhaltliche Beiträge einzureichen, die sich mit gegenwärtigen und zukunftsweisenden Fragen, Perspektiven und Herausforderungen des Mediums auseinandersetzen. 

Mögliche Themenfelder 

Technologische Innovationen und mediale Transformation 
Künstliche Intelligenz, algorithmische Bildproduktion, automatisierte Workflows, generative Bildsysteme, Extended Reality (XR), Virtual Production, Datenvisualisierung – wie verändern neue Technologien die ästhetische Sprache, die Autorschaft und die Glaubwürdigkeit fotografischer Bilder? Welche gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen gehen mit der Automatisierung und Simulation visueller Wirklichkeiten einher? 

Neue Formen der Bildproduktion, -distribution und Rezeption 
Von Social Media über digitale Plattformen, immersive Umgebungen und virtuelle Archive bis hin zu dezentralen Netzwerken: Wie werden Bilder heute zirkuliert, kontextualisiert und interpretiert? Welche neuen Narrative, Öffentlichkeiten und Ökonomien entstehen daraus? Wie verändert sich der Wert und die Macht fotografischer Bilder im Zeitalter von Echtzeit-Kommunikation, Meme-Kultur und algorithmischer Sichtbarkeit? 

Nachhaltigkeit, Verantwortung und Ethik 
Wie kann Fotografie ressourcenschonend, sozial verantwortlich und ethisch reflektiert produziert werden? Welche Verantwortung tragen Fotograf*innen, Institutionen und Bildnutzer*innen im Umgang mit sensiblen Inhalten, Daten, Rechten und Darstellungen? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ausbildung, Produktion, Distribution und Archivierung? 

Fotografie im Kontext globaler Umbrüche 
Wie reagiert das Medium auf Themen wie Klimawandel, Migration, Konflikte, soziale Gerechtigkeit, Künstliche Intelligenz oder geopolitische Verschiebungen? Welche Bilder prägen das Verständnis dieser Prozesse – und welche neuen Bildpolitiken werden sichtbar? 

Zukunft der fotografischen Praxis und Profession 
Welche neuen Berufsbilder, Rollen und Arbeitsweisen entstehen im fotografischen Feld? Wie verändern sich Ausbildung, Forschung, Kuration, Vermittlung und künstlerische Praxis? Welche Kompetenzen sind für zukünftige Generationen entscheidend – zwischen Technik, Ethik und Kreativität? 

Kulturelle, soziale und politische Rollen der Fotografie 
Wie kann Fotografie zu Teilhabe, Sichtbarkeit und Empowerment beitragen? Welche Rolle spielt sie in Erinnerungskulturen, Identitätsdiskursen, gesellschaftlichen Bewegungen und medialen Öffentlichkeiten? Wie können Bilder gesellschaftliche Veränderungen begleiten oder initiieren? 

Interdisziplinäre und experimentelle Perspektiven 
Fotografie im Dialog mit Klang, Text, Performance, Architektur, Design, Wissenschaft, Daten oder KI – welche neuen Ausdrucksformen entstehen an den Schnittstellen zu anderen Disziplinen? Wie lässt sich fotografisches Denken in andere Medien, Räume und Praktiken übersetzen? 

Theorie, Archiv und Zukunft des Wissens
Welche neuen Ansätze der Bildtheorie, des kuratorischen Arbeitens oder der Archivierung entstehen im digitalen Zeitalter? Wie lässt sich fotografisches Wissen bewahren, zugänglich machen und kritisch befragen? Welche Rolle spielen Archive, Datenbanken und Metadaten für zukünftige Bildpraktiken? 

Öffentlichkeit, Vermittlung und Bildung 
Wie kann Fotografie in Bildung, Kulturvermittlung und Öffentlichkeit neue Impulse setzen? Welche Strategien fördern visuelle Kompetenz, kritische Bildaneignung und mediale Teilhabe? 

Ziel 
Aus den eingereichten Beiträgen wird ein kuratiertes Programm entwickelt, das inspirierende Impulse setzt, Diskursräume öffnet und den Blick auf die kommenden Jahre richtet.  

Gemeinsam wollen wir fragen:  

Wie kann die Fotografie in Zukunft relevant, kritisch und gestalterisch wirksam bleiben? 

Modalitäten der Einreichung 

  • Formate: Kurzvorträge, Panels, Workshops oder experimentelle Ansätze 

  • Abstract: max. 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen), mit kurzer biografischer Angabe 

  • Einreichungsfrist: 10.01.2026

  • Einreichung an: Frank Schumacher 

Die Auswahl erfolgt durch ein Kuratorium der DGPh. Ausgewählte Beiträge werden im Rahmen der Jubiläumsevents präsentiert und sollen im Nachgang in einer digitalen Dokumentation veröffentlicht werden. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an per E-Mail an Frank Schumacher, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, frank.schumacher@dgph.de 

Wir freuen uns auf vielfältige, zukunftsorientierte Einreichungen und darauf, gemeinsam ein Programm zu gestalten, das die Fotografie nicht nur feiert, sondern ihre Entwicklung aktiv mitdenkt.