KI und die Berechenbarkeit des Individuellen Eine Mediengeschichte des Stils Kathrin Yacavone
KI und die Berechenbarkeit des Individuellen Eine Mediengeschichte des Stils Kathrin Yacavone

Mit einem Fokus auf die traditionsreiche und vieldiskutierte ästhetische Kategorie des Stils, beschäftigt sich der Vortrag mit Kathrin Yacavone (DGPh) mit Fragen nach den Veränderungen dieses Begriffs und seiner Anwendung und Ausdeutung im Bereich der digitalen, computerbasierten Medien und algorithmisierten Kunstformen. Er fragt danach, inwiefern Individualstil im Spannungsfeld mit Technik und Digitalisierung objektiviert bzw. operationalisiert wird und erörtert beispielhaft Versuche zur Berechenbarkeit des Individuellen. Unter Berücksichtigung einiger historischer Auseinandersetzungen mit dem Stilbegriff in Literatur, Kunst und Film im 20. Jahrhundert wird untersucht, an welche Elemente ‚Stil‘ jeweils diskursiv geknüpft ist und inwiefern jüngere technische Entwicklungen im Bereich der artifiziellen Neuronalen Netzwerkarchitekturen einen funktionalen Stilbegriff besonders fruchtbar machen. Der Vortrag zielt darauf ab, Elemente einer Mediengeschichte des Stils zu identifizieren, um die Wirksamkeit und Wandelbarkeit einer zentralen Kategorie im ästhetischen Diskurs in den Blick zu bekommen und die kulturelle Kodierung von KI zu erfassen. Moderiert wird die Veranstaltung von Anja Schürmann (DGPh).

Die Veranstaltung startet am Donnerstag, den 30. April 2026, um 18:30 Uhr am Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal, Goethestr. 31, 45128 Essen

Referentin
Kathrin Yacavone (DGPh), Philipps-Universität Marburg

Moderation
Anja Schürmann (DGPh), KWI

Teilnahme
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.