Leon Düllberg: Lilly in Königshafen, 2023, aus der Serie Im Watt, 2022-2014 © Leon Düllberg
Leon Düllberg: Lilly in Königshafen, 2023, aus der Serie Im Watt, 2022-2014 © Leon Düllberg

Zum fünften Mal wird 2026 der von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach gestiftete August-Sander-Preis vergeben, mehr als 110 Photographinnen und Photographen haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Auch dieses Mal ist die Ausschreibung des Preises auf internationale Resonanz gestoßen, neben Deutschland sind Einsendungen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Schweiz und Spanien eingegangen. Außerhalb Europas erreichten uns Einsendungen aus Australien, China, Hongkong und den USA.

Nach engagierter Diskussion hat die Jury eine Shortlist bestehend aus 8 Positionen ausgewählt, aus denen der Preisträger/die Preisträgerin hervorgehen wird:

Frieder Bickhardt (Leipzig), „City Plaza“, 2016–2020 und 2022–2026

Leon Duellberg (Essen), „Im Watt“, 2022–2024

Johanna Eckhardt (Wedding), „Geteilter Himmel“, 2024–2025

Michel Kekulé (Berlin), „Bestandslast“, 2023–2026

Alexander Lackmann (Essen), „Gelb ist Geschichte!“, 2024–heute

Sophie Nawova Meyer (Berlin), „Diese DDR“, 2024–heute

Karla Schradi (Bielefeld), „Spiegel ohne Glas, 2023–2025

Antine Karla Yzer (Hamburg), „It’s not violence, if it’s normal“, 2024–heute

Die für die Shortlist ausgewählten Projekte (Download der Shortlist mit Bildbeispielen) zeichnet eine besondere Sensibilität gegenüber gesellschaftsrelevanten Fragen aus. Vielfach wird Bezug genommen auf zeitgeschichtliche Ereignisse und Lebensbedingungen unter bestimmten politischen Systemen und reflektiert, wie Erfahrungen aus der Vergangenheit in der Gegenwart virulent sind und auf Lebensentwürfe einwirken. Das Verhältnis von Individuum und gesellschaftlichem Umraum wird am Beispiel verschiedener sozialer Gruppen ausgeleuchtet, bestimmte Problemfelder dabei angesprochen. Die dokumentarischen und darstellerischen Möglichkeiten des Mediums der Photographie und des Porträts zeigen sich abermals in überzeugender Vielfalt, so die Jury, bestehend aus Dr. Anja Bartenbach, Stifterfamilie; Prof. Dr. Franziska Brons, Freie Universität, Berlin; Jean-Paul Deridder, Kurator, Brüssel; Andreas Mader, Photograph, Winterthur; Claudia Schubert, Kuratorin, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur.

Anfang Juni wird der/die fünfte August-Sander-Preisträger/in bekanntgegeben.

Mit dem August-Sander-Preis, der alle zwei Jahre ausgelobt wird, verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze im weitesten Sinn der sachlich-konzeptuellen Photographie zu fördern. Die Namensgebung des Preises erklärt sich dadurch, dass Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876–1964) besitzt. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtphotographien von August Sander sollen sich die Bewerber/-innen vorrangig auf das Thema des menschlichen Porträts beziehen. (Auszug Pressetext)