Lichtmikroskopie/ Advanced Imaging
Dienstag, 17. November 2026, 19 Uhr
In diesem online-Vortrag wird PD Dr. rer. nat. Steffen Dietzel einige Varianten der in den modernen Lebenswissenschaften angewandten Lichtmikroskopie-Verfahren vorstellen.
Gemeinsam ist diesen Verfahren, dass sie allesamt Fluoreszenzfarbstoffe für die Färbung der Zielstrukturen verwenden, meist an Antikörper gekoppelt, so dass ganz spezifische Strukturen in den biologischen Präparaten nachweisbar sind. Während Fluoreszenzmikroskopie bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt ist, setzten sich die hier vorgestellten Techniken erst Ende des 20. oder im 21. Jahrhundert durch.
- Bei der konfokalen Laserscanning-Mikroskopie wird durch die Verwendung einer Lochblende verhindert, dass Licht von ober- oder unterhalb der Schärfeebene zum Detektor gelangt. Dadurch wird die Darstellung besonders kontrastreich.
- Bei der Mulit-Photonen-Mikroskopie wird infrarotes Licht verwendet, um Fluoreszenz anzuregen. Dadurch kann tiefer in Gewebe eingedrungen werden.
- Wenn ein fluoreszierendes Molekül angeregt wird verbleibt es einige Nanosekunden im angeregten Zustand, bevor das Fluoreszenzlicht abgestrahlt wird. Je nach Farbstoff oder Umgebung des Farbstoffs kann sich diese Lebenszeit unterscheiden. Fluoreszenz-Lebenszeit-Mikroskope erlauben es, diese Unterschiede bildlich darzustellen.
- Stimulated Emission Depletion (STED)-Mikroskopie ist eine von mittlerweile mehreren Möglichkeiten, die klassische mikroskopische Auflösungsgrenze von etwa 200 Nanometern deutlich zu verbessern. Wir erreichen mit dieser Technik routinemäßig 50 Nanometer.
Über diesen Link können Sie am 17. November teilnehmen:
https://teams.microsoft.com/meet/3425287149107638?p=OaX6sf3cviLZwPjKqB
Besprechungs-ID: 342 528 714 910 763 8
Passcode: Jc6pz9RM