@ Somura Minoru, In einem Zimmer im Wohnheim Braubauerschaft, Mai 1960
@ Somura Minoru, In einem Zimmer im Wohnheim Braubauerschaft, Mai 1960
@ Somura Minoru, In einem Zimmer im Wohnheim Braubauerschaft, Mai 1960
@ Somura Minoru, In einem Zimmer im Wohnheim Braubauerschaft, Mai 1960
Datum
Verortung
West

Eine neue Folge der DGPh-Veranstaltung „Lokaltermin Fotoarchiv“, initiiert von der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), fand am 23. Oktober in Essen statt. Wir waren zu Gast im Ruhr Museum Essen.

In der sechsten Veranstaltung aus der IMPULSE-Reihe des Ruhr Museums haben Katja Stuke und Oliver Sieber (beide DGPh) einen photographischen Bestand vorgestellt, der von japanischen Bergarbeitern von 1957 bis 1965 im Ruhrgebiet aufgenommen wurde. Im Anschluss an die Präsentation der Photographien gab es die Möglichkeit der Diskussion.

Eingeführt in den Ort, das Thema und die Reihe Impulse, hatte Stefanie Grebe, Leiterin der Fotografischen Sammlung des Ruhrmuseums und auch Mitglied der DGPh/Sektion Geschichte und Archive.

Weitere Gäste waren Pia Tomoko Meid (Geschäftsführerin der Deutsch-Japanische Gesellschaft am Niederrhein und Mit-Herausgeberin des Buchs "Japanische Bergarbeiter im Ruhrgebiet" im Klartext Verlag) und Martin Gernhardt vom Initiativkreis Bergwerk Consolidation.

Über 400 japanische Bergleute haben in diesem Zeitraum im Ruhrgebiet gearbeitet. Im Archiv des Initiativkreises Bergwerk Consolidation (IBC e.V.) Gelsenkirchen finden sich auf Festplatten und in umfangreichen Ordnern über 500 Photographien, die die japanischen Bergarbeiter damals selber aufgenommen haben, und die über viele Umwege bei dem Verein auf der Zeche Consol landeten. Die nicht nur historisch, sondern auch photographisch interessanten Bilder zeigen das alltägliche Leben der Japaner im Ruhrgebiet, bei der Arbeit aber vor allem auch in ihrem privaten Umfeld.

Zwischen den verschiedenen Protagonisten entstanden angeregte Dikussionen, Pia Tomoko Meid konnte für den IBC e.V.von neuen Informationen, Fakten und Kontakte berichten, im Publikum befanden sich ebenfalls Zuhörer, die zu dem Themenkomplex Informationen beisteuern konnten. Wir hoffen, dass sich aus dieser Veranstaltung die Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit ergibt.