Pressemitteilung
Köln, 28. Oktober 2025
Deutsche Gesellschaft für Photographie und Deutsche Börse Photography Foundation verleihen Preise für das wissenschaftliche Schreiben über Fotografie
- Dzifa Peters erhält den DGPh-Forschungspreis Thinking Photography.
- Esther Gabrielle Kersley wird mit dem DGPh-Preis für innovative Publizistik Writing Photography ausgezeichnet
Gemeinsam mit der Deutschen Börse Photography Foundation vergeben wir am 14. November 2025 im Goethe-Institut Paris die beiden Preise Thinking Photography und Writing Photography
Dzifa Peters erhält den Forschungspreis Thinking Photography für ihre Dissertation „Tropes of Polarity: Visual Representation and Afrodiasporic Identities“. In ihrer Arbeit beleuchtet Peters, wie koloniale, postkoloniale und afrodiasporische Identitäten in der zeitgenössischen Fotografie dargestellt und durch sie geformt werden. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die Rolle des Mediums bei der Bewahrung von Erinnerungen, der Bestimmung von Zugehörigkeiten und der Vermittlung zwischen verschiedenen kulturellen Perspektiven und Identitäten.
Dr. Dzifa Peters ist visuelle Künstlerin und Forscherin. Sie arbeitet als Postdoctoral Fellow im Programm Integral Human Development an der Católica Doctoral School der Universidade Católica Portuguesa. Ihre Forschung konzentriert sich auf afro-diasporische Identitäten, visuelle Repräsentationen sowie postkoloniale und dekoloniale Perspektiven. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Fotografie, Video, Installation und autofiktionale Ansätze mit theoretischer Reflexion.
Peters studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln und promovierte im Fach Culture Studies (Doppelabschluss) an der Universidade Católica Portuguesa und der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Die Auszeichnung Writing Photography geht an Esther Gabrielle Kersley für ihren Kommentar „The hooded man at the computer: What are cyber images telling us?”, der im Rahmen des European Leadership Networks (ELN) veröffentlicht wurde. Angesichts der wachsenden Bedeutung neuer Technologien in allen Lebensbereichen untersucht Kersley Bilder, die abstrakte Themen wie Cybersicherheit und künstliche Intelligenz illustrieren sollen. Sie widmet sich Darstellungen, die oft anonymisierte Figuren vor Bildschirmen oder abstrakte Datenflüsse zeigen, und beleuchtet, welche Botschaften diese Bilder vermitteln. Dabei erkundet Kersley, wie sie die Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Risiken und Herausforderungen neuer Technologien beeinflussen können und die Wahrnehmung digitaler Entwicklungen prägen.
Esther Gabrielle Kersley ist Dokumentarfotografin und Autorin und lebt in London. Ihre forschungsbasierte Praxis beschäftigt sich mit wenig sichtbaren Themen wie neuen Technologien und digitalen Räumen. Mit einem Hintergrund in Politik- und Konfliktforschung verbindet sie visuelle Erzählung und kritische Analyse. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in Photoworks, Fisheye, Aesthetica und Der Greif veröffentlicht und international ausgestellt, unter anderem beim Belfast Photo Festival, PhEST Festival und FORMAT23. Kersley hat einen Master in Photojournalismus und Dokumentarfotografie vom London College of Communication sowie einen Master of Scinece in Vergleichender Politikwissenschaft von der London School of Economics.
Die Preisverleihung
Im Rahmen der Preisverleihung werden die beiden Preisträgerinnen Einblick in ihre prämierten Forschungsprojekte geben. Lucia Halder, Vorsitzende des Vorstands der Sektion Geschichte und Archive der DGPh und Kuratorin am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, spricht mit Dzifa Peters (Thinking Photography) über ihre Dissertation und die Rolle des Mediums Fotografie bei der Bewahrung von Erinnerungen, der Bestimmung von Zugehörigkeiten und der Vermittlung zwischen verschiedenen kulturellen Perspektiven und Identitäten.
Anschließend gibt Esther Gabrielle Kersley (Writing Photography) im Gespräch mit Jury-Mitglied Nela Eggenberger (Kunsthistorikerin und Mitbegründerin der Zeitschrift P.IN.E.A – Photography Intermedia Et Al.) Einblick in ihre Arbeit, in der sie sich Darstellungen widmet, die oft anonymisierte Figuren vor Bildschirmen oder abstrakte Datenflüsse zeigen, und beleuchtet, welche Botschaften diese Bilder vermitteln.
Die Jury
Die Gewinner*innen der beiden Preise werden alle zwei Jahre von einer wechselnden, internationalen Jury ausgewählt. Sie setzte sich 2024 sich zusammen aus: Dr. Charlotte Bruns, Postdoktorandin und Dozentin, Erasmus-Universität Rotterdam, Preisträgerin „Thinking Photography“ 2022; Alexandra König, Deutsche Börse Photography Foundation; Miriam Zlobinski, stellvertretende Vorsitzende der Sektion Geschichte und Archive, Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und Nela Eggenberger, Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Fotografie und Mitbegründerin der Zeitschrift P.IN.E.A – Photography Intermedia Et Al.
Termin: Freitag, 14. November 2025, 16:30 Uhr
Ort: Goethe-Institut Paris, 17, avenue d'Iéna, 75116 Paris
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh)
Regina Plaar
regina.plaar@dgph.de
Tel. +49 221 9232069
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| Weitere Informationen | Größe |
|---|---|
| PM Preisverleihung Thinking und Writing Photography in Paris am 14.11.2025 | 149.73 KB |
| Pressebilder_Übersicht_Thinking und Writing Photography | 706.7 KB |
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