Das Luftbild in Deutschland von den Anfängen bis Albert Speer

Das Luftbild hat in der Photographie eine lange Historie, Nadar hat erste Aufnahmen aus dem Ballon von Paris gemacht und die Ballonphotographie wird seit den 1880er Jahren in Deutschland erprobt. Die Zeppeline haben erste Luftansichten einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht. Man ist erstaunt wie exakt die Luftbildaufklärung bereits im ersten Weltkrieg in Frankreich war und für die Gefechtsplanung eingesetzt wurde. Von 1930-1945 wird das Luftbild zu einem einflussreichen Propagandamittel.

In den den 20er Jahren werden Luftbildaufnahmen immer präsenter nicht zuletzt die berühmten Photographien von Robert Petschow. Auch erste private Luftbildunternehmen entstehen, in dieser Publikation ist ein Fokus auf das Unternehmen Hansa Luftbild gelegt. Marco Rasch analysiert in seinem wissenschaftlichen Buch einen historischen Abschnitt, die Nutzung des zivilen Luftbildes und stellt detailliert die Motivation der Auftraggeber sowie die Umsetzung in diversen Anwendungsgebieten in Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft dar.

Ein empfehlenswertes Buch als Dokument einer Sparte in der Photographie, das für Kunstwissenschaftler und technisch interessierte Photographen ein gleichermaßen interessantes Buch ist. Zeitgeschichtlich interessierte Leser, Kunstwissenschaftler und Photographen werden auf Grund seiner wissenschaftlichen Genauigkeit zur kritischen Reflexion eines historischen Abschnitts des Mediums angeregt. (db)

Das Luftbild in Deutschland von den Anfängen bis Albert Speer
Hrsg.: Marco Rasch

Texte: Marco Rasch
Deutsch,
Buchgestaltung Festeinband
452 Seiten, 74 Abbildungen in Schwarz-Weiß
Wilhelm Fink Verlag, Paderborn
ISBN 978-3-7705-6602-0
79,00 €