
DGPh Photography Awards 2026: Ein stimmungsvoller Tag im Museum für Angewandte Kunst Köln
Timm Rautert, Jane Evelyn Atwood, Sarah Greenough und Samuel Solazzo bei den Photography Awards geehrt
Im Rahmen der diesjährigen DGPh Photography Awards hat die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vier herausragende Positionen der Fotografie gewürdigt. Die Auszeichnungen ehren mit Prof. Timm Rautert für sein Lebenswerk, das die deutsche Fotografie nachhaltig geprägt hat, Jane Evely Atwood für ihre engagierte dokumentarische Bildsprache, Sarah Greenough und die National Gallery of Art für ein herausragendes kuratorisches Wirken sowie mit Samuel Solazzo eine zukunftsweisende künstlerische Projektidee. Visuelle Eindrücke, wertschätzende Laudationes, Talks mit den Preisträger*innen und ein Get-together mit allen Preisträger*innen und den Gästen rundeten den Tag ab.
Mit dem Kulturpreis 2026 - der höchsten Auszeichnung der Gesellschaft - wurde der Fotograf, Künstler und Hochschulprofessor Timm Rautert geehrt. Die DGPh würdigt mit dieser Auszeichnung ein Lebenswerk, das dokumentarische Genauigkeit mit konzeptueller Tiefe verbindet. Rautert hat die Fotografie in ihren unterschiedlichen Facetten geprägt – durch sein fotografisches Werk, seine journalistische Arbeit und seine langjährige Lehrtätigkeit. Die Laudatio hielt Dr. Bertram Kaschek (Staatsgalerie Stuttgart). Die Übergabe des Preises, der eine Urkunde und eine Linse mit vergoldeter Krone nach einem Entwurf von Ewald Mataré umfasst, übernahmen Ruediger Glatz und Frank Schumacher, Mitglieder des DGPh-Vorstands. Partner des Kulturpreises ist die WhiteWall Media AG.
Mit dem Dr. Erich Salomon-Preis 2026 ehrte die DGPh die französisch-amerikanische Fotografin Jane Evelyn Atwood. Ihre Arbeiten richten den Blick auf Menschen und Lebenswelten, die gesellschaftlich häufig übersehen oder ausgegrenzt werden. Mit Nähe, Respekt und Empathie entwickelt Atwood seit Jahrzehnten eine engagierte dokumentarische Fotografie, die sich durch intensive Recherche, langfristige Projekte und eine besondere Vertrauensbeziehung zu den Porträtierten auszeichnet. Die Laudatio hielt Karin Rehn-Kaufmann von Leica Galleries International. Der Preis, der auch eine Leica Kamera umfasst, wurde von Falk C. Friedrich, Geschäftsführer Deutschland bei Leica, überreicht.
Die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography ging an die amerikanische Kuratorin Sarah Greenough und die National Gallery of Art, Washington, D. C. Die Auszeichnung würdigt ihren maßgeblichen Beitrag zum Aufbau und zur internationalen Bedeutung der fotografischen Sammlung des Museums. Seit der Gründung einer eigenen Fotografieabteilung im Jahr 1990 hat die National Gallery of Art die Fotografie als eigenständige Sammlungssparte etabliert und durch Forschung, Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Sarah Greenough hat diese Entwicklung als Kuratorin entscheidend geprägt. Die Laudatio hielt Dr. Esther Ruelfs (Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg). Der Preis mit silbernen Medaillen für die Preisträgerin wie für die Institution wird gestiftet von Manfred Heiting (DGPh).
Mit dem Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie wurde Samuel Solazzo für sein Projekt A Collection of Valuable Copies ausgezeichnet. Das mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro verbundene Förderprojekt überzeugte durch seine konzeptionelle Stärke und die Verbindung wissenschaftlicher Archivarbeit mit künstlerisch-fotografischer Praxis. Ausgehend von der Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums der Universität Leipzig untersucht Solazzo die materielle Kultur und entwickelt daraus eine eigenständige fotografische Position. Die Laudatio hielt Valerie Schmidt.
Wir bedanken uns bei allen Gästen, die durch ihre Anwesenheit zum Gelingen der Photography Awards beigetragen haben. Unser besonderer und ausdrücklicher Dank geht an das Museum für angewandte Kunst Köln für die Gastfreundschaft und die großzügige Unterstützung an diesem Tag.





