Museum Utopie und Alltag, Beeskow 

Das Museum Utopie und Alltag vereint seit 2021 das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow. Mit 170.000 Objekten der Alltagskultur und 18.500 Werken der bildenden und angewandten Kunst sowie des Laienschaffens bewahrt es einen in seinem Umfang und in seiner Zusammensetzung außergewöhnlichen Bestand zur Kunst- und Kulturgeschichte der DDR.

Am Standort Beeskow werden Arbeiten von insgesamt 1.700 Künstler*innen, darunter 380 Frauen aufbewahrt. Es sind vor allem Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen, die den Beeskower Bestand ausmachen, aber es gehören auch Textilarbeiten und Fotografien dazu.

Vor 1990 war der größte Teil des Kunstbestandes im Besitz des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund). Darauf folgen der Magistrat von Berlin und der Kulturfonds, danach die FDJ (Freie Deutsche Jugend), der Kulturbund, die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands), die DSF (Deutsch-​Sowjetische Freundschaft) und die Blockparteien. Die kleinsten Bestände kommen von der Liga für Völkerfreundschaft und der GST (Gesellschaft für Sport und Technik). Die heutigen Eigentümer sind Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-​Vorpommern.

Der Fotografie-Bestand umfasst 550 Werke. Dabei handelt es sich vorwiegend um Serien, die in den 1980er-Jahren entstanden sind. Angekauft wurden die Fotografien von der FDJ, aber auch vom Kulturbund und dem Magistrat von Berlin. Zudem finden sich Fotografien auch in mehreren grafischen Mappenwerken.  

Vorhandene Serien z.B. von: Barbara Berthold, Kurt Buchwald, Stephan Gustavus, Jürgen Nagel und Marion Wenzel.

Institution

Landkreis Oder-Spree. Amt für Kultur und Sport. SG Kunstarchiv
Spreeinsel / Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Deutschland

Ansprechpartnerin:

Dr. Angelika Weißbach
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Kunstbestand Beeskow)
Angelika.Weissbach@l-os.de 
+49 3366/35 2734