In der Kind Asana, Neubrandenburg 2024 © Joke Reichel
In der Kind Asana, Neubrandenburg 2024 © Joke Reichel

Vom 5. Juni bis 22. September 2026 wird Hamburg erneut zum internationalen Zentrum der Fotografie. 

Die 9. Triennale der Photographie Hamburg vereint unter dem Leitmotiv „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“ insgesamt elf Ausstellungen in acht Museen und Kunstinstitutionen der Stadt.

Unter der künstlerischen Leitung des Londoner Kurators Mark Sealy richtet das Festival den Blick auf die gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung der Fotografie – als Medium der Begegnung, der Reflexion und der Empathie.

Die drei Begriffe Alliance, Infinity und Love bilden dabei nicht nur ein programmatisches Motto, sondern einen thematischen Kompass, der sich durch sämtliche Ausstellungen zieht. Die Triennale versteht Fotografie als aktiven Bestandteil gesellschaftlicher Diskurse: Bilder sollen nicht nur betrachtet, sondern hinterfragt, erlebt und diskutiert werden.

Die DGPh Sektion Kunst, Markt & Recht bietet DGPh-Mitgliedern 10 kostenfreie Tickets für den Besuch aller Ausstellungen der Triennale der Photographie in Hamburg innerhalb der Eröffnungswoche vom 5. bis zum 14. Juni 2026.

Interessierte informieren sich bitte auf der Website der Triennale über Termine und Orte: https://2026.phototriennale.de

Anmeldungen bis zum 15. Mai 2026 über das hier hinterlegte Onlineformular.

 

Die Triennale

Seit 1999 findet die Triennale alle drei Jahre statt und zählt heute zu den bedeutendsten Fotofestivals Deutschlands mit internationaler Ausstrahlung. Veranstaltet wird sie seit 2014 von der Deichtorhallen Hamburg GmbH. Hauptförderer der Ausgabe 2026 ist die Freie und Hansestadt Hamburg, offizieller Technologiepartner ist Sony.

Die Ausstellungen der Triennale der Photographie finden in den Deichtorhallen, dem PHOXXI sowie in verschiedenen Museen und Galerien in Hamburg statt. 

Im Museum der Arbeit beleuchtet die Schau Franki Raffles. Photography, Activism, Campaign Works das Werk der britischen Fotografin, die in den 1970er- und 1980er-Jahren die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen dokumentierte und Fotografie als politisches Werkzeug nutzte.

Das MARKK – Museum am Rothenbaum stellt mit Bilderechos aus Peru historische Aufnahmen des deutschen Amateurforschers Hans Heinrich Brüning zeitgenössischen Perspektiven aus Peru gegenüber. Aus kolonialen Dokumenten entsteht ein lebendiges Archiv, das Fragen von Identität und Selbstbestimmung neu verhandelt.

Im Kunsthaus Hamburg reflektiert Melike Kara in ihrer Installation Whispers ihr kurdisches Erbe und thematisiert Erinnerung, Heilung und kulturelle Zuschreibungen. Die Hamburger Kunsthalle ergänzt diese Perspektiven mit der Ausstellung ABER ICH DIE WELT ICH SEHE DICH, die Fotografie als Ort poetischer und politischer Auseinandersetzung begreift und historische wie zeitgenössische Positionen zusammenführt.

Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg entwickelt die ägyptische Künstlerin Sara Sallam mit Fürsorge. Fotografie neu ordnen Gegenerzählungen zu kolonial geprägten Bildbeständen und hinterfragt museale Ordnungen.

Der Kunstverein in Hamburg zeigt mit Nina Porter eine Position, die Fotografie und Skulptur miteinander verschränkt und die Dynamik zwischen Kamera, Objekt und Bild neu definiert.

In der Sammlung Falckenberg untersucht die Ausstellung Inner Mornings, or Forms of Counterculture künstlerische Gegenentwürfe zu gesellschaftlichen Normen – ausgehend von Claude Cahun bis hin zu zeitgenössischen Stimmen wie Sophie Calle oder Wolfgang Tillmans. Hier wird Fotografie als kontinuierlicher Prozess des Widerstands und der Neuverhandlung verstanden.

Im PHOXXI – Haus der Photographie treten Abdulhamid Kircher und Akosua Viktoria Adu-Sanyah mit experimenteller analoger Farbfotografie in einen Dialog über Erinnerung, Transformation und Heilung. Die Dunkelkammer wird zum Raum der Selbstreflexion und Annäherung.

Die Deichtorhallen Hamburg würdigen mit Cocktail Prolongé die Sammlung des Modefotografen und Triennale-Gründers F.C. Gundlach. Rund 70 internationale Positionen – von Diane Arbus bis Cindy Sherman – beleuchten den fotografierten Körper als Ausdruck von Identität, Begehren und Verletzlichkeit.

Das Bucerius Kunst Forum ergänzt diesen Blick mit You’ll Never Watch Alone, einer Ausstellung über Gundlach als Netzwerker, Sammler und Impulsgeber der Fotokultur.

 

Adresse Triennale der Photographie:

Infopoint Festivalzentrum
Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1+2
20095 Hamburg

 

Organisation: Silke Güldner, Vorstandsmitglied der Sektion Kunst, Markt & Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V.) 
Gastgeber: Triennale der Photographie Hamburg