Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde 1998 vom Deutschen Bundestag gegründet. Ihr Auftrag ist es, die Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur in der DDR sowie deren Nachwirkungen zu fördern. 

Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die Pflege, Erschließung und öffentliche Zugänglichmachung historischer Materialien. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei fotografische Bestände ein, die den Alltag in der DDR, das Leben unter den Bedingungen der Diktatur sowie die gesellschaftliche Transformation nach 1989 dokumentieren – darunter zahlreiche Gesamtvor- und Nachlässe von Fotojournalist*innen. 

Besonders hervorzuheben sind u.a. die vollständig digitalisierten Bestände von Günter Bersch (rund 4.200 Motive mit Fokus auf Porträt und Alltagsleben in der DDR sowie die Transformationszeit), Uwe Gerig (etwa 9.000 Fotografien zur innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer) und Peter Leske, dessen umfassender Nachlass mit ca. 60.000 Motiven das Alltagsleben in der DDR dokumentiert. Ebenfalls vollständig digitalisiert ist das Teilarchiv von Harald Hauswald, das zentrale Themen wie die Friedliche Revolution und den Alltag in der DDR abbildet. Besonders umfangreich ist der Vorlass von Jürgen Nagel, der mit mehr als 100.000 Negativen und Abzügen einen reichen Fundus zur DDR-Alltagskultur sowie zur Zeit der Friedlichen Revolution bietet. Auch der Bestand von Andreas Taubert, mit rund 70.000 Aufnahmen zu Themen wie DDR-Alltag und Nordkorea, bildet ein Segment der Sammlung. Sieghard Liebe ist mit rund 5.000 Fotografien vertreten, die unter anderem Motive der Sichtagitation im öffentlichen Raum der DDR, Eindrücke von der Friedlichen Revolution in Leipzig sowie Reisebilder aus Nordkorea, Vietnam, Kuba und dem Irak zeigen. Zu erwähnen ist darüber hinaus das umfangreiche fotografische Schaffen von Barbara Köppe, das mehr als 100.000 Negative und zahlreiche Abzüge umfasst.

Die Bestände der Stiftung werden fortlaufend erweitert und sukzessive zugänglich gemacht. Teile der Sammlung sind unter https://fotoarchiv.bundesstiftung-aufarbeitung.de/ recherchierbar.

Institution

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Deutschland

Ansprechpartner*innen:

Dr. Matthias Buchholz 
M.Buchholz@Bundesstiftung-Aufarbeitung.de

Anastasia Kempke 
a.kempke@bundesstiftung-aufarbeitung.de  

Fotograf*in
Günter Bersch
Uwe Gerig
Harald Hauswald
Barbara Köppe
Jürgen Nagel
Bundesstiftung Aufarbeitung, Günter Bersch, 017-A070-2017. Demonstration, 4. November 1989, Berlin.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Günter Bersch, 003-A032-2017. Vietnamesische Facharbeiterin, VEB Glaswerke Ilmenau, 1983.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Uwe Gerig, 1672. Kindergärtnerinnen mit einer Kindergartenkindern vor Plattenbauten in Leinefelde, um 1981.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Uwe Gerig, 4820. Übergang Werrabrücke nach Vacha/ DDR, 14.11.1989.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Andreas Taubert, Bild 5 Erich Hohnecker. Erich Honecker auf der Tribüne bei der letzten Demo zum 1.Mai 1989 in Berlin, Kampf und Feiertag der Arbeiterklasse
Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald, 900000hh54. Brandenburger Tor, Unter den Linden, 1982
Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald, HH00341_02. Ein Paar auf einer Schwalbe, 1984, Eythra, Sachsen.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald, HH03181_01. Hausparty in einer Ostberliner Wohnung, 1984.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Barbara Köppe, 547_11. Oberlinhaus Potsdam – Kinderstation, 1967.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Peter Leske, 1029-45A-LEA-q1-DUP. Modenschau Monika Leske, Kongresshalle Berlin, 1968.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Sieghard Liebe, 01217. Magdeburg, September 1980.
Bundesstiftung Aufarbeitung, Jürgen Nagel, 2248_002. VEB Fortschritt Herrenbekleidung, 11. April 1989.