Stolpern, bitte! – unter diesem Titel versammelt die Ausstellung Fotografien, Sound- und Videoarbeiten, die unsere Wahrnehmung gezielt aus dem Gleichgewicht bringen. Die gezeigten Werke adressieren politische und soziale Missstände, erschließen aber auch humorvolle Perspektiven auf das Zeigbare.
Mit einem Gespür für das Widerständige loten die Künstlerinnen und Künstler dabei auch die Grenzen ihrer Medien aus: Sie dekonstruieren Konventionen und unterlaufen Erwartungen. Sie erzeugen Momente des Zweifelns, der Überraschung und Irritation. Durch bewusste Brüche, subtile Pointen oder gezielte Überforderung werden die Besucherinnen und Beobachter eingeladen, sich auf Ungewohntes einzulassen und neue Sicht- und Hörweisen auf drängende Themen unserer Zeit zu erschließen.
»Stolpern, bitte!« versteht sich als Aufforderung zum genauen Hinsehen, Hinhören, Nachspüren – und zum produktiven Kontrollverlust.