Die Ausstellung GEN Z: SHAPING A NEW GAZE gibt das Wort an junge Menschen, die mehrheitlich zwischen 1995 und 2010 geboren wurden — und die Welt, in der sie aufgewachsen sind, nicht einfach hinnehmen. Diese Generation hinterfragt Normen, bricht mit Konventionen und definiert ihren Platz in einer sich wandelnden Zeit. Die Gruppenausstellung im Fotografie Forum Frankfurt zeigt Werke von 40 Fotokünstler*innen aus 25 Ländern.
Mit persönlichen Erzählungen, pluralen Identitäten, neu definierten familiären Bindungen und einer sensiblen Auseinandersetzung mit Körper und Gender verflechten sich die Arbeiten der Künstler*innen zu einer vibrierenden kollektiven Energie — einem reichhaltigen Mosaik aus Erfahrungen, kulturellen Hintergründen und Perspektiven, in dem das Persönliche politisch wird.
Gegliedert in vier Themenbereiche, bietet die Ausstellung eine Immersion in die aktuellen Fragestellungen, von denen diese Generation geprägt ist — einen einfühlsamen Einblick in die Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen, die kreativ sind, Fragen stellen, Forderungen erheben und sich selbst neu erfinden.
In Kartografie einer Zugehörigkeit wird das Zuhause als komplexer Ort der Identität erkundet — Zufluchtsort und Spannungsfeld zugleich. Realitäten im Wandel weitet den Blick auf eine Welt im Umbruch, die von politischen, klimatischen und sozialen Umwälzungen geprägt ist und in der auch das Konzept von Zuhause und Zugehörigkeit ins Wanken gerät. Es werden Themen wie Exil, Instabilität und Resilienz verhandelt. Hinter dem Spiegel rückt den Körper ins Zentrum: Viele Kunstschaffende der Generation Z hinterfragen Gendernormen und Stereotypen, der Körper wird als Ort der Transformation erlebt und sichtbar gemacht. In Die Sichtweise erweitern schließlich werden Fragestellungen zu den Themen Ethnizität, Geschichte und Kultur aufgegriffen. Kunstschaffende nehmen ihre Narrative selbst in die Hand und machen die Fotografie zum Werkzeug des Widerstands.
Das Fotografie Forum Frankfurt präsentiert erstmals in Deutschland GEN Z: SHAPING A NEW GAZE. Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet, der die Werke der 66 Künstler*innen versammelt, die ursprünglich im Photo Elysée in Lausanne gezeigt wurden. Organisiert und produziert von Photo Elysée in Lausanne, kuratiert von Nathalie Herschdorfer, Hannah Pröbsting und Julie Dayer, wurde die Gruppenausstellung für das FFF unter kuratorischer Mitarbeit von Celina Lunsford und Andrea Horvay angepasst. Damit setzen Photo Elysée nach der Ausstellungsreihe »reGeneration« und das Fotografie Forum Frankfurt mit »Photography Players« und »Recommended« ihr Engagement für aufstrebende Foto-Künstler*innen fort.
AUSGESTELLTE KÜNSTLER*INNEN
Chloé Azzopardi (FR, 1994), Hidhir Badaruddin (SG, 1995), Daveed Baptiste (US, 1997), Sara Benabdallah (MA, 1995), River Claure (BO, 1997), Sara De Brito Faustino (PT/NL, 1999), Florian Gatzweiler (DE, 1998) & Sascha Levin (DE, 2000), Toma Gerzha (RU, 2003), Mahalia Taje Giotto (CH/IT, 1992), Salomé Gomis-Trezise (FR/GB, 1999), Marvel Harris (NL, 1995), Thembinkosi Hlatshwayo (ZA, 1993), Lorane Hochstätter (CH, 2001), Ben Hubert (GB, 2002), Francesca Hummler (US/DE, 1997), Matej Jurčević (HR, 1995), Lisa Karnadi (ID, 1997), Nur Aishah Kenton (SG/GB, 1998), Ahmed Khirelsid (SD, 2001), Phương Nguyên Lê (VN, 2002), Yun Ping Li (ES, 1998), Isabella Madrid (CO, 1999), Luna Mahoux (BE, 1996), Gabriela Marciniak (PL, 1996), Cheryl Mukherji (IN, 1995), Daniel Obasi (NG, 1993), Alice Pallot (FR, 1995), Laurence Philomène (CA, 1993), Soyeohang Rai (IN, 2001), Carla Rossi (IT, 1999), Emma Sarpaniemi (FI, 1993), Fatimazohra Serri (MA, 1995), Suwa Shin (KR, 2000), Charlie Tallott (GB, 2000), Varvara Uhlik (UA, 1997), Farren van Wyk (NL/ZA, 1993), Ziyu Wang (CN, 1998), Noyan (CH/TR, 1999), Sophia Wilson (US, 2000).