Die Gruppenausstellung „Curing Fragility“ erschafft einen prozesshaften Raum der Unbeständigkeit: In der Fragilität der Wirklichkeiten entsteht das Potenzial der Transformation durch individuelle Perspektiven auf Spannungen, Fragmentierungen sowie unvorhersehbaren Unsicherheiten. Diese fragilen, prozesshaften Momente skizzieren eine kollektive Gegenwart, welche durch Variabilität und Störung zu immer neuen Wirklichkeiten geformt und künstlerisch befragt werden kann.
Neun Positionen der galerie intershop verflechten Erfahrungsräume im Moment der Fragilität: individuell, kollektiv, gesellschaftlich sowie zwischen Mensch und Natur. Im Versuch des Gegenentwurfs zu politischen Spannungen, sozialen Verwerfungen und individuellen oder ökologischen Krisen entstehen flüchtige Antworten als kollektive Resilienz sowie als Raum der solidarischen Ermächtigung.
In einem vielschichtigen Narrativ und in unterschiedlicher Medialität entstehen Augenblicke der kollektiven Erinnerung, ruhende Kippmomente, Bildfragmente und Relikte einer Gegenwart, welche durch unterschiedlichste Wirklichkeiten geprägt ist. Im Miteinander wird die Fragilität zur heilenden Stärke und in der Verbindung zwischen Mensch und Natur ein Blick hinter Oberflächen zurück zur Materialität und zum Raum als lebendigen Ort des Miteinanders geworfen. [...]
Katia Klose (DGPh) präsentiert in der Ausstellung erstmalig ihre 2022 in Island entstandene Arbeit "seaweed (the hide)".