
Foto-Open-Call »Ich seh’ etwas, was du nicht siehst
Zeit für den zweiten Blick: Noch bis zum 1. September 2026 laden Der Greif , Organisation für zeitgenössische Fotografie und die gemeinnützige Organisation Fondament dazu ein, eigene Fotos einzureichen und 3 mal ein Preisgeld von 1.000 € zu gewinnen.
Gesucht werden Bilder, die uns zeigen, wie vielschichtig unser Zusammenleben in Deutschland ist. Bilder, die ihre ganze Geschichte erst auf den zweiten Blick erzählen. Und die genau das zeigen, was oft übersehen wird. Denn manche Bilder versteht man erst beim genauen Hinschauen – oder erst wenn man über sie spricht.
Fotografie ist in diesem Projekt mehr als reine Dokumentation; sie ist ein Seismograph für gesellschaftliche Zustände. Während Statistiken über Armut oder Care-Arbeit oft abstrakt bleiben, macht ein Foto das Erlebte unmittelbar spürbar. Der Open Call nutzt die universelle Sprache der Fotografie, um den Blick für jene Nuancen zu schärfen, die in rein textbasierten Debatten oft verloren gehen. Es geht um die Rückeroberung der Sichtbarkeit durch diejenigen, die diese Alltage selbst festhalten.
Der zweite Blick: Ein Gespräch über Bilder, Perspektiven und das, was uns verbindet mit den Initiatorinnen Josefine Cox und Dr. Caroline von Courten.
Wer? Wie? Was? – Alle Infos zur Teilnahme auf einen Blick
Wer kann mitmachen? Alle – Vorerfahrung, Alter oder Hintergrund spielen keine Rolle.
Womit fotografieren? Mit der Kamera oder einfach schnell
mit dem Smartphone, beides ist willkommen.
Was gibt es zu gewinnen? Unter allen Einsendungen wird ein Preisgeld von 3 × 1.000 Euro vergeben.
Was suchen wir? Fotos, die das Leben in Deutschland zeigen. Bilder, die ihre Geschichte erst auf den zweiten Blick erzählen.
Wie reiche ich ein? Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt über Picter
Einsendeschluss? 1. September 2026.
Alle Informationen, FAQs und den Link zur Teilnahme finden Sie unter: fondament.de
Die Jury: Fünf Perspektiven aus Kunst, Fotografie und Gesellschaft
»Was mich inspiriert? Der Alltag. Das völlig Durchschnittliche und dessen Magie.« – Balbina
Es ist diese Freude am genauen Hinsehen – an Dingen, die oft übersehen werden –, die den Kern von »Ich seh’ etwas, was du nicht siehst« ausmacht. Wer so auf die Welt schaut, entdeckt viele Geschichten. Genau diese Haltung vereint die Jury des Open Calls.
Mit Balbina, dem Fotografen Tobias Zielony, dem Kurator Stephan Koal sowie den Projekt-Initiatorinnen Josefine Cox und Caroline von Courten bringt die Jury Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen – Musik, bildender Kunst, Fotografie und Gesellschaft – und mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammen. Jede und jeder bringt eigene soziale Kontexte und Sehgewohnheiten ein. Was sie verbindet, ist die Neugier: Sie wollen wissen, was die eingereichten Fotos über unser Zusammenleben erzählen, vermeintliche Gewissheiten hinterfragen und durch den zweiten Blick soziale Realitäten erfahrbar machen.
Wenn die Runde im September die Fotos sichtet, geht es nicht darum, das perfekte Foto zu finden. Gefragt ist vielmehr eine Offenheit und Sensibilität für all die Nuancen, Brüche, Menschen und Geschichten, die in den Bildern stecken. Es ist die gemeinsame Bereitschaft, zwei-, drei-, viermal hinzuschauen – und miteinander zu sprechen.
Dieser Ansatz prägt auch den Auswahlprozess: Statt klassische erste, zweite oder dritte Plätze zu küren, steht die Vielfalt der Perspektiven im Fokus. Aus einer umfassenden Auswahl an eingereichten Arbeiten werden schließlich drei Einsendungen gleichwertig mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet.