© Ian Wainaina
© Ian Wainaina
Eröffnungsdatum
Photograph*in
Sabrina Weniger, Ian Wainaina
Ausstellungsdatum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

Das Aperture Film Lab lädt alle Fotograf:innen und Analogliebhaber zu einer besonderen Duo-Ausstellung ein, um die Eröffnung eines neuen Filmlabors in Charlottenburg zu feiern.

Das Aperture Film Lab ist ein professionelles Filmlabor, das von Fotograf:innen für Fotograf:innen betrieben wird. Als Verfechter der Filmfotografie wollen wir einen Treffpunkt für die analoge Community in Berlin schaffen, einen Ort zum Entdecken, Inspirieren, Erfahrungsaustausch, Lernen und Verbessern.

Wir feiern die analoge Fotografie und präsentieren die Werke von Sabrina Weniger und Ian Wainaina.

Sabrina Weniger
»Jasmine the lovebird«

Wir gehen ein Stück mit Chieh: Begleiten sie, dann ihn. 2016 beginnt das Portrait-Projekt über die Reise einer jungen Frau, die beschließt, dass sich in ihrem Leben etwas Entscheidendes ändern soll. Neben Familie, Freunden, Kollegen, Fachleuten und Bekannten dürfen wir immer wieder teilhaben an den formalen Vorbereitungen der geschlechtsangleichenden Operation zum Trans-Mann und den inneren Vorgängen, die Chieh in dieser Zeit beschäftigen. Seitdem ist viel passiert: Ideale haben reale Hürden getroffen, die erste Liebe hat Chieh zur Selbstliebe geführt und der Wunsch, äußerlich ein Mann zu sein ist dem Bewusstsein darüber gewichen, dass es mehr gibt, als den bloßen Körper, der uns ausmacht. Das Projekt Jasmine the lovebird begegnet Chieh damit an einem Zwischenhalt seiner noch immer währenden Reise. Wir erfahren: Der andere erzählt uns, wer wir sind. Und wer wir sind, ist Tauziehen zwischen Sein und Werden. Chieh teilt mit uns seinen Blick auf Einsamkeit, Zweisamkeit, das Glück des Lebens und die Gesellschaft, in der wir leben. Wir erzählen und zeigen, was wir sehen und hören.

Ian Wainaina
»Synergy«: a whole greater than the sum of its individual parts

Ian Wainaina ist ein kenianischer bildender Künstler, der in Berlin lebt. Er erschafft Erzählungen, die seine Erfahrungen mit dem Aufwachsen in einer mehrheitlich schwarzen Gesellschaft im Gegensatz zu der mehrheitlich weißen Gesellschaft, in der er seit sieben Jahren lebt, festhalten. In seinen Arbeiten setzt er kalkulierte Abstraktion, Materialität und Experimente innerhalb und außerhalb der Kamera so ein, dass der Betrachter zu neuen und unvorhersehbaren Gedankengängen und Assoziationen angeregt wird. Indem er den Betrachter dazu bringt, zum Mitautor zu werden, zielen seine Werke darauf ab, eine Essenz zu vermitteln, die von den Erfahrungen des Betrachters geprägt ist und über die ästhetische Schönheit der Szene oder der darin enthaltenen Themen hinausgeht.

Wir glauben, dass es wichtig ist, die Arbeit von analogen Fotograf:innen zu präsentieren, egal ob es sich um aufstrebende Künstler oder etablierte Profis handelt. Unsere Galerie veranstaltet regelmäßig kleine Ausstellungen, um junge Talente zu fördern und sie mit einem breiteren Publikum in Kontakt zu bringen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Ihre Arbeiten ausstellen möchten (die nächste Ausstellung findet im August 2022 statt).