Michael von Graffenried erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis 2010 der DGPh

  Michael von Graffenried

Der Schweizer Photograph Michael von Graffenried wird mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 25. September 2010 um 18:00 Uhr im Rahmen der photokina statt. Dort wird Michael von Graffenried in der Visual Gallery  auch Arbeiten aus seinem umfangreichen Werk zeigen. Seine Strasseninstallation Rosanna, Astrid, Peter und die anderen wird im Rahmen der Internationalen Photoszene Köln vom 17. September bis 3. Oktober auf dem Platz vor dem  Museum für Angewandte Kunst in Köln präsentiert. Im Lesesaal des Museums findet am Sonntag, den 26. September um 11:30 Uhr ein Künstlergespräch mit Robert Fleck, dem Intendanten der Bundeskunsthalle und Michael von Graffenried statt.

Der seit 1971 für "vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik" vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, den großen Photographen der Weimarer Republik, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt. Der Preis besteht aus einer Urkunde sowie einer Leica M-Kamera mit Namensgravur und wird - als neben dem Kulturpreis höchste Auszeichnung der DGPh - jährlich verliehen.

Mit dem 1957 in Bern geborenen Michael von Graffenried ehrt die DGPh einen der eigenständigsten und engagiertesten europäischen Photographen, der seit über 30 Jahren ein konsequenter Grenzgänger des Mediums ist.
Graffenrieds Themenbreite ist außergewöhnlich vielfältig. Die Kriege in Algerien und dem Sudan sind ebenso Wegmarken seines Schaffens wie Naturisten in der Schweiz oder eine amerikanische Kleinstadt.  Auch in der Publikation seiner Arbeit ist Graffenried Vorreiter auf neuen Wegen. Seine Arbeit Cocainelove über ein drogenabhängiges Paar plakatierte er in den großen Schweizer Städten auf Werbeflächen. Diese Aktion wurde als ein Manifest zur Erneuerung des Bildjournalismus aufgenommen.

 Die vollständige Pressemitteilung mit Bildmaterial finden Sie hier.