Verleihung des DGPh-Forschungspreises und Symposium am 31. Januar 2020 in Berlin

Um "Abstraktion in der Fotografie der Gegenwart" ging es am Nachmittag des 31. Januar 2020 im voll besetzten Veranstaltungsraum im C/O Berlin. Aus Anlass der feierlichen Übergabe des DGPh-Forschungspreises Photographiegeschichte an Kathrin Schönegg (Kuratorin am C/O Berlin) hatte die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) zur Preisverleihung, Vortrag und einer Paneldiskussion eingeladen.

Das Interesse an diesem Thema war groß und so nahmen rund 120 Gäste an der Veranstaltung teil, die mit einer umfassenden Laudatio durch Susanne Holschbach begann.

Kathrin Schönegg habe für den Forschungspreis Photographiegeschichte mit ihrer Dissertationsschrift "Abstrakte Fotografie. Archäologie eines (post)modernen Phänomens" eine Arbeit eingereicht, die den Kriterien der Ausschreibung, "einen fundierten, eigenständigen und innovativen Beitrag zur Photographieforschung zu leisten", voll und ganz entspricht, so die einhellige Auffassung der Jury seinerzeit. Schönegg, die nach ihrem Studium eine kuratorische Laufbahn einschlägt (die sie im Sommer 2019 auch zum C/O Berlin führt) ist in ihrem Forschungsansatz "geprägt durch die Verbindung von Arbeit am Material, historischer Forschung und der theoretischen Auseinandersetzung mit der Photographie."

Sie "bewegt sich sicher in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen und Diskursen der Photographie, bewältigt eine Fülle von Material  (...) und geht trotzdem in die Tiefe, sie ist begrifflich präzise und schreibt zugleich anschaulich."

Wovon sich die Teilnehmer*innen bei dem sich anschließenden Vortrag von Kathrin Schönegg zu „Neue Abstraktion? Das Fotografische im postdigitalen Zeitalter“ überzeugen durften, denn es gelang Kathrin Schönegg mit einer charmanten Leichtigkeit, komplexe Inhalte so verständlich und kurzweilig zu erläutern, dass die Zeit des Vortrags wie im Fluge verging.

In dem sich anschließenden Panel verbanden Beiträge von Peter Geimer (FU-Berlin), Gottfried Jäger (Künstler und Theoretiker, Bielefeld), Adrian Sauer (Künstler, Leipzig) und Stefanie Seufert (Künstlerin, Berlin), künstlerische und theoretische Reflexionen zur Frage photographischer Abstraktion.

 

Wunderbar moderiert wurde die Diskussion von Katja Müller-Helle (Das Technische Bild. Humboldt-Universität zu Berlin).