Aktuelle Bücher im Februar 2020

 Aenne Biermann - Fotografin
Herausgeber Simone Förster, Thomas Seelig
Vorwort Bernhard Maaz, Peter Gorschlüter
Texte Simone Förster, Olivier Lugon, Stefanie Odenthal, Rainer Stamm, Katharina Täschner, Anna Volz
Deutsch,
Buchgestaltung Broschiert, farbige Papiere,
184 Seiten, ca. 120 Abbildungen in Schwarz-Weiß
Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich
Buchhandelspreis 38,00 EUR.
ISBN 978-3-85881-673-3
Ausstellung bis 1. Juni 2020 (Museum Folkwang, Essen)

Der Katalog zur Retrospektive der Fotografin Aenne Biermann stellt nicht nur eine wichtige Vertreterin der `Neuen Sachlichkeit´ vor, sondern reflektiert auch authentisch diese Kunstauffassung in der Buchgestaltung.

 

Die gezeigten Photographien stammen aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, der Pinakothek der Moderne (München) und dem Museum Folkwang (Essen). Aenne Biermann (1898–1933) ist eine bedeutende Repräsentantin der deutschen Avantgardephotographie, deren Werk mit 130 Photographien in seiner ganzen motivischen Breite präsentiert wird. Aenne Biermann setzt sich mit den Objekten und Situationen ihrer Alltagswelt kritisch auseinander und extrahiert aus diesen Erfahrungen Alltagsbegebenheiten in neuartigen und außergewöhnlichen Bildkompositionen. Das bedeutende Konvolut der Photographie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit ist thematisch von Kinder -Portraits, Gesteins- und Pflanzen-Aufnahmen sowie Stillleben geprägt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch als Dokument der Kulturgeschichte der Weimarer Republik aber auch für die Entwicklung der klassischen Moderne und ihren stilistischen Impulsen für die Fotografie. Für zeitgeschichtlich interessierte Leser, Kunstwissenschaftler und Photographen ein gleichermaßen interessantes Buch, das schön gestaltetet ist mit einer ausgewogenen dem Bauhaus entsprechenden Typografie und einer sachlich funktionalen Buchgestaltung. Insgesamt eine besonders gelungene Publikation, die den gezeigten Werkgruppen künstlerisch gerecht wird und den Liebhaber des Photographie-Buches durch eine besondere künstlerische Note erfreut.(db)

 

Heimat. Fotografien aus dem Ruhrgebiet
Herausgeberin Sigrid Schneider
Nachbemerkung Sigrid Schneider
Deutsch,
Buchgestaltung Festeinband,
208 Seiten, ca. 220 Abbildungen in Schwarz-Weiß
Klartext Verlag, Essen
ISBN 978-3-8375-2218-1
Buchhandelspreis: 29,95 €

 

Mit Sigrid Schneider, die bis 2012 die photographische Sammlung des RUHR-Museums leitete ist eine kompetente und engagierte Kennerin des Themas mit der Zusammenstellung der Themen beauftragt worden. Sie hat neben einer systematischen Erschließung des Photoarchivs und Ausstellungen zu Themen wie `Nachkriegsphotographie, die 1960er Jahre, Ikonographie des Ruhrgebiets, das Verhältnis von Realität und Abbild´ kuratiert.

Sie illustriert den Begriff `Heimat´ aus einer anderen Perspektive, in dem sie die Region Ruhrgebiet in Kapiteln (Klischees) wie `dreckig und sauber,´ `heiß und kalt,´ `oben und unten´ teilt, das sind zwar die gängigen Begriffe von Arbeit (Bergbau und Industrie) und alltäglichem Leben (Wohnen, Konsum und Freizeit), lassen in dieser ungewohnten Struktur das Ruhrgebiet neu aus der `Innensicht´ heraus sichtbar werden. Anders ist der Blick auf die Region, wenn man einen photographisch künstlerischen Bezug zum Ruhrgebiet hat und der Blick durch die Typologien des Ehepaars Becher oder die Ruhrgebiets-Landschaften von A. Renger-Patzsch geprägt ist.

Beide Sichtweisen thematisieren den schon länger andauernden Strukturwandel, der sich auch auf die aktuelle Diskussion des Begriffs `Heimat´ und seine Definition auswirkt. Das Buch hinterfragt die `Heimat als Industrie-Idylle´ und stellt mit individuellen Erinnerungen neue Assoziationen her und ermöglicht die Reflektion der eigenen Heimatregion. Das photographische Archiv des Ruhr Museums enthält journalistischer Photographie, Auftragsarbeiten zur Dokumentation von Stadt-, Industrie- und Firmengeschichte und Werbeaufnahmen daraus ergibt sich die bereits beschriebene Sichtweise in diesem Buch. Das Buch `Heimat´ ist als Kontrapunkt zu den künstlerisch Werkserien ein wichtiger Ansatz für eine kritische Auseinandersetzung mit einer Industrieregion. Für alle die private oder emotionale Beziehungen zum Ruhrgebiet haben ist es ein gelungener Bildband.(db)

 

Stefan Wewerka – DeKONSTRUKTion dER mODERne
Herausgeber Norbert Eisold, Norbert Pohlmann,
Einführung Norbert Eisold,
Texte von Norbert Eisold, Petra Oelschlägel, Katharina Schmidt-Uhl, Stephan Wackwitz und Christian Welzbacher.
Deutsch, Englisch
Buchgestaltung Festeinband, farbige Papiere,
238 Seiten. 230 Abbildungen in Schwarz-Weiß und Farbe
Alexander Verlag, Berlin
Museumspreis 28,00 €
Buchhandelspreis: 38,00 €
ISBN 978-3-89581-498-3

Ausstellung bis 19.4.2020 im Kunstmuseum Villa Zanders (Bergisch Gladbach)

Stefan Wewerkas Werk besteht aus Verschieben – Zerschneiden – Verformen – Umbauen umso die klassische Moderne zu dekonstruieren. In seinem Werk ist er stark von seiner Jugend in Magdeburg geprägt, als er täglich auf dem Schulweg durch die Gartenstadt Kolonie „REFORM“ und weitere Siedlungen ging, die von der `Klassischen Moderne´ und dem `Neuen Bauen´ der 1920er Jahre inspiriert sind.

Sein Werk umfasst nahezu alle künstlerischen Medien und Ausdrucksformen: Er ist Architekt und Objektkünstler, Designer und Modemacher, Möbelentwerfer und Innenarchitekt, Bildhauer, Maler und Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. Die Chance zur Verwirklichung seiner angewandten gestalterischen Ideen bietet ihm ab Ende der 1970er Jahre die zehn Jahre lang bestehende Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur TECTA.

Das Buch präsentiert neben der intensiven Schaffensphase Wewerkas in der Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur Tecta (1978 bis in die späten 1980er Jahre), die anderen vielschichtigen Tätigkeitsfelder Stefan Wewerkas, die dazu anregen sein Werk als nach wie vor aktuell für die zeitgenössische Diskurse zu verstehen. Das Buch »Stefan Wewerka – DeKONSTRUKTion dER mODERne« stellt eine grundlegende kunstwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Wewerka dar, die durch das dekonstruktive, aufklärerisches Hinterfragen rechtwinklig-funktionaler Gewissheiten geprägt ist und damit eine Verbindung zwischen der `Klassischen Moderne´ des Bauhaus und `aktuellen´ künstlerischen Entwicklungen schafft.

Ein sehr empfehlenswertes Buch als Dokument der Kunstgeschichte von der Weimarer Republik, der Entwicklung der klassischen Moderne und ihren stilistischen Impulsen für die Kunstentwicklung bis heute. Es erscheint in Kooperation des WEWERKA ARCHIVS im Forum Gestaltung e.V. mit dem Kunstmuseum `Villa Zanders´ und der Initiative 100 Jahre Bauhaus im Westen. (db)

 

Das Bauhaus in Brandenburg
Herausgeber Ulrike Kremeier, Ulrich Röthke
Texte von Marina Budnitskaya, Sylvia Claus, Anna-Sophie Laug, Günter Lattermann, Ulrich Röthke, Peter Stasny, Maria Thiel, Christoph Wowarra
Deutsch, Englisch als pdf download
Buchgestaltung Broschur,
160 Seiten, ca. 120 Abbildungen in Schwarz-Weiß und Farbe
Eigen Verlag, Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst
Buchhandelspreis: 18,00 €
ISBN 978-3-942798-11-2

 

Das Buch »Das Bauhaus in Brandenburg« erscheint im Rahmen des Projektes „UNBEKANNTE MODERNE“ des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst, das in 5 Ausstellungen einen Diskurs mit den Themen sozialkritischen Betrachtungen, gesellschaftsreformerischen und ästhetischen Utopien der klassischen Moderne- (1920er Jahre) anregt.

Dem heutigen Ansatz, dass das BAUHAUS zu einer internationalen Kunsterarbeitung wurde, trägt das Buch Rechnung indem es eine Spurensuche in Brandenburg, der Lausitz und in Polen mit wichtigen auch internationalen Positionen wie F. Masereel, R. Soupault, G. Arntz, László Moholy-Nagy, Lyonel Feiniger, Alexander Rodtschenko u.a. beschreibt. Dabei wird insbesondere der Blick auf regionale Varianten wie die genossenschaftlich organisierte Handwerkersiedlung Gildenhall bei Neuruppin, die Keramikproduktion in Velten und Marwitz nördlich von Berlin, die Kooperationen mit der Kunststoff produzierenden Roemmler AG in Spremberg und mit der Glasindustrie in Weißwasser gerichtet. An diesen Orten waren lokale Strukturen und Produktionsbedingen interessant für die Gestalter.

Der gut gestaltete Katalog mit informativen Texten und Abbildungen ist eine umfassende Dokumentation der Einflüsse des BAUHAUSES in dieser Region und ein praktischer Wegweiser für eine persönliche Spurensuche in Brandenburg. (db)

 

Fotogeschichten Sülz und Klettenberg 1855-19
Herausgeber Eusebius Wirdeier
Vorwort Alexander Hess
Texte von Eusebius Wirdeier
Deutsch
Buchgestaltung Festeinband, Schutzumschlag
240 Seiten, ca. 260 Abbildungen in Schwarz-Weiß
Emons Verlag, Heidelberg
Buchhandelspreis: 35,00 €
ISBN 978-3-7408-0693-4

 

Eusebius Wirdeier (DGPh) ein bekannter Kölner Photograph hat mit diesem Bildband die Umgebung seines Lebensumfeldes in Sülz und Klettenberg verortet, dokumentiert und bei ausgewählten Photographien auch textlich kommentiert, verbunden mit den historischen Kontexten der beiden Stadtteile. Die mehr als 200 bisher unveröffentlichten Photographien zeigen zwei typische „Kölner Veedel“ in der Zeit von 1855 bis 1985 - das Alltagsleben, Straßenszenen in den 1910er und 1960er Jahren, heute geschlossene Werkstätten und Ladenlokale der 1980er Jahre. Eusebius Wirdeier hat aber nicht nur eine beeindruckende Bildauswahl getroffen, sondern auch einfühlsam die Zeitgeschichte hinter den Motiven erforscht und kenntnisreich kommentiert.

Der seit 1980 in Köln-Sülz lebende Eusebius Wirdeier setzt sich photographisch mit dem öffentlichen Raum und dem Alltag im Rheinland, vor allem in Köln auseinander und hat eine umfassende Kenntnis der Motive in öffentlichen und privaten Archiven. Daneben kuratiert er auch Ausstellungen und publiziert Bücher vorwiegend mit photographischen Themen.

Das Buch »Fotogeschichten Sülz und Klettenberg 1855-1985« zeigt eine persönliche Version von `Heimat´ und ist als Kontrapunkt zu den üblichen Kölner Tourismus Führern ein wichtiger Ansatz für eine kritische Auseinandersetzung mit einer lebendigen Stadtregion. Für alle die private oder emotionale Beziehungen zu den `Kölner Veedeln´ haben ist es ein gut gelungener Bildband. (db)

 

Abe Frajndlich New York City
Hrsg.: Jürgen B. Tesch
Text: Englisch
144 Seiten,  75 Abbildungen in Duplex
Format: 25x30 cm, gebunden, Hardcover
München, Hirmer Verlag
ISBN: 978-3-7774-3468-1
34,90 €

 

Der international vor allem für seine Porträts von Prominenten bekannte amerikanische Photograph Abe Frajndlich wurde 1946 in Frankfurt am Main geboren, wo er lange für das FAZ-Magazin arbeitete. Seit seinem Umzug nach New York ist die Stadt selbst eines seiner Hauptmotiv. Er ist fasziniert von ihrem Leuchten, beobachtet gebannt, wie sie sich täglich verändert und neu erfindet. Entstanden ist ein facettenreiches Bild: Die durchgehend schwarzweißen, zumeist großformatig wiedergegebenen Photographien sind scharfsinnig, mal nachdenklich, mal witzig und skurril – aber immer auch eine Liebeserklärung an New York. Der im Hirmer Verlag, München, von Abe Frajndlich erschienene Bildband „New York City“ beginnt denn auch mit dem Zitat „Just like I pictured it“, was gleich darauf hinweist, dass die ausgewählten Photos sehr persönlich sind und sich deutlich von den allgegenwärtigen Postkarten-  und Posteransichten unterscheiden.

Allerdings bedurfte es erst eines Freundes, des Verlegers und Kunstkenners Jürgen B. Tesch, der Abe Frajndlich vor nunmehr 21 Jahren auf der Frankfurter Buchmesse erstmals traf. Dessen Vorschlag, ein Buch mit seinen in New York im Laufe der letzten 30 Jahre entstandenen, eher privaten Photographien für ein „kleines“ Buch auszuwählen, lehnte dieser zunächst kategorisch ab. Dem stimmte der Photograph letztlich erst im Herbst 2018 zu, obwohl er die Stadt, die er auch als seine Muse bezeichnet, und ihre Menschen im Laufe von vielen Jahren in einprägsamen Aufnahmen eingefangen hatte. Alle Bilder des Bandes sind mit Unterschriften und dem Aufnahmejahr versehen. Während Tesch in seiner Einführung schildert, wie es zum dem Buch kam, gibt Frajndlich im Anhang zu einigen Bildcyklen zusätzliche Informationen und bekennt in seinem abschließenden Essay, dass er von seinem Wohnort Cleveland, Ohio, 1984 nur wegen seiner späteren Frau Cynthia in seine zweite Liebe New York wechselte. Der Bildband ist damit auch eine sehr persönliche Hommage an eine der Metropolen der Welt. (vZ)

 

Leipzig Hauptbahnhof
Fotografien von Helga Paris

Herausgeberin: Inka Schube
Vorwort: Inka Schube
Deutsch, Englisch
Buchgestaltung Festeinband,
144 Seiten, 80 Abbildungen in Schwarz-Weiß
Verlag spector books, Leipzig
ISBN 978-3-95905-324-2
20,00 €

DGPh Kulturpreisträgerin 2019

 

Das Buch „Leipzig Hauptbahnhof“ fasst eine Bildserie der Fotografin Helga Paris aus dem Jahre 1981-1982 zu einer Milieustudie zusammen und steht im Zusammenhang mit der Retrospektive für die Photographin in der Akademie der Künste (Berlin). In dieser Retrospektive mit 275 Fotografien (1968 bis 2011) werden aus dem Vorlass u.a. drei bisher nicht veröffentlichte Motivserien u.a. „Hauptbahnhof“ gezeigt.

Der Photographin ist es bei ihren Themen gelungen, eine differenzierte und doch umfassende Milieustudie in den Werkserien zu erstellen. Ihre Arbeitsweise ist inspiriert vom `frühen sowjetischen, italienischen und französischen Kino´, so wirkt manches Motiv wie ein Standfoto aus einem Film. In den Photographien zeigt sie Orte und vor allem Menschen als Teil der Geschichte, die erlebt und bewältigt werden muss. Die Motive sind in ihrer Aussage ideologiefrei und zeigen wie individuelle und private Aspekte durch das Alltagsumfeld geprägt werden.

Mit dieser Herangehensweise hat sie eindrucksvolle Serien in Berlin, Halle, Leipzig, Siebenbürgen, Georgien, Moskau, Wolgograd und New York erarbeitet. Dabei ist sie zur Chronistin einer untergegangenen Welt geworden. In der die Frage nach der Situation des Einzelnen mit einem solidarischen Blick gestellt wird, geprägt von eigener Lebenserfahrung und wie in der Serie Hauptbahnhof ergibt sich aus der Nahsicht eine Erfahrung der Welt.

Zu dieser Retrospektive von Helga Paris (*1938) wird im Spector Verlag die Werkserie „Leipzig Hauptbahnhof“ (1981/82) als Ergänzung ihres Œuvres publiziert. Wie in ihrem berühmten Buch „Diva in Grau“ einer Verortung der Altstadt von Halle (Anfang 1980er Jahre) in Architektur- und Einwohner-Portraits hat sie auch den Leipziger Hauptbahnhof porträtiert. In der kleinteiligen auf sich konzentrierten DDR war der riesige Kopfbahnhof real und emotional das Tor zur großen weiten Welt.

Obwohl der Bahnhof eine `Welt des Aufbruchs´ ist sieht, man nur „Wartende“ (z.B. die Bahnbeamtinnen, die Lotterieverkäuferin, den Gast im Restaurant) in diesem Antagonismus liegt die Suggestionskraft der eindrucksvollen SW-Photographien. Es ist ein Zusammentreffen aller sozialen Schichten ohne Pause - Tag und Nacht, daraus entsteht ein ganz besondere `zeitlose´ Atmosphäre. Vergleichbar dem Halle Portrait stehen präzise skizzierte Charaktere für die Allgemeingültigkeit der meisterhaften Milieustudie. Im Rückblick sehen wir in den Photographien einen unendlichen Wartesaal der Geschichte, der das Ende der DDR erahnen lässt.

Das Buch ist eine wichtige Neuerscheinung, die mit Helga Paris (*1938) eine einen bedeutende deutsche Photographin vorstellt und zu gleich dazu anregt, über die aktuelle Frage nachzudenken, welche identitätsstiftende Wirkung kann künstlerische Photographie in Verbindung mit politischen/gesellschaftlichen Prozessen haben? Mit diesem Künstlerbuch wird der vielzitierte Anspruch, dass Kunst neue Perspektiven schafft und einen interkulturellen Austausch ermöglicht, adäquat umgesetzt. Leider entspricht das Format der Publikation nicht den eindrucksvollen Fotografien, die ein Buchformat von 27x30cm (`Diva in Grau´) verdient hätten um kongruent zur Geltung zu kommen. Insgesamt eine Publikation, die zum Nachdenken über die Photographie und ihre künstlerischen Möglichkeiten anregt und ein empfehlenswertes Buch für eine Reise nach Leipzig. (db)

 

Barbara Klemm (DGPh)
Zeiten Bilder

Vorwort: Norbert Lammert, Nachwort: Barbara Catoir
Texte: Deutsch, mit Einlage in Englisch
288 Seiten, 212 Duotone-Tafeln
Format: 25x29 cm, gebunden, Hardcover mit Schutzumschlag
München, Verlag Schirmer/Mosel  
ISBN: 978-3-8296-0877-0
49,80 €

 

Anlässlich des 80. Geburtstages der langjährigen FAZ-Photographin Barbara Klemm (DGPh) hat der Verlag Schirmer/Mosel, München, mit „Zeiten Bilder“ einen wunderbaren Bildband herausgegeben. Die hier ganz- oder doppelseitig wiedergegeben 212 analogen Schwarzweiß-Photographien aus den Jahren zwischen 1969 und 2019 sind ein unvergleichliches Geschichtsbuch Deutschlands und darüber hinaus der Welt von den USA bis Indien, von Südamerika bis Russland. Dem Bildteil vorgeschaltet ist eine Einführung durch Norbert Lammert, von 2005 bis 2017 Präsident des Bundestags und heute Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dieser erinnert an die besondere Gabe von Barbara Klemm, mit einer einzigen Schwarzweiß-Photographie eine Geschichte auf den Punkt zu bringen. Viele sind als Teil unserer politischen Erinnerung abgespeichert, so das legendäre Zusammentreffen Leonid Breschnews mit Willy Brandt in Bonn 1973, die Proteste gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Mutlangen 1983 oder die jubelnde Menge am Brandenburger Tor am 9. November 1989 – stets ist es der Photographin gelungen, im entscheidenden Augenblick  auf den Auslöser ihrer Kamera zu drücken und die Situation in einem einzigen Photo festzuhalten. Zum Gelingen wichtiger Bilder helfen ihr dabei ihre angemessene Diskretion und ihr Talent, sich praktisch unsichtbar zu machen. Der erste Teil des Buchs widmet sich Barbara Klemms wesentlichen Bildern zur deutschen Geschichte mit einem Schwerpunkt zum Geschehen rund um die Wiedervereinigung, vom Fall der Mauer 1989 bis zum Abzug der russischen Truppen im Jahr 1994. Der zweite Teil befasst sich mit politischen Ereignissen, die in anderen Teilen der Welt stattgefunden haben. Der dritte Teil des Bandes zeigt Aufnahmen von Ausstellungs- und Atelierbesuchen sowie von Installationen zeitgenössischer Künstler.

Die Arbeitsweise der vielfach ausgezeichneten, u.a. schon 1989 mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der DGPh geehrten und 2012 in die Leica Hall-of-Fame aufgenommen Barbara Klemm beschreibt, erhärtet durch kleine Beispielbilder, ihre langjährige Weggefährtin, die Kunstpublizistin Barbara Cartoir in ihrem Nachwort: Die Fähigkeit der stets unauffällig  auftretenden Photographin zum selektiven Wahrnehmen, die es ihr ermöglicht, das Bildgeschehen von seiner Handlung oder seinem Ereignischarakter zu abstrahieren, ihre große Begabung, die schlüssige Komposition im Augenblick zu erkennen und festzuhalten und zwar einschließlich oftmals wie selbstverständlich in die jeweilige Bildkomposition als Hintergrund einbezogene Reklamewände, Schaufenster, Skulpturen, Gemälde oder Wandteppiche, schließlich ihr intuitives Erfassen des richtigen Lichts, nicht selten des Gegenlichts, bei ihren Aufnahmen auf den politischen Bühnen ebenso wie beispielsweise auf Straßen oder in Schulen. Dazu wandte sie scheinbar einfache Mittel an: Analog, schwarzweiß, ohne Stativ und Blitz, danach selbstentwickelte Abzüge ohne Beschnitt auf Barytpapier. Diese prägen den Stil der passionierten Bildchronistin Barbara Klemm, der in dem opulenten Bildband „Zeiten Bilder“ gefeiert wird. (vZ)

 

Peter Lindbergh
Untold Stories

Herausgegeben von Felix Krämer und einem Text von Wim Wenders
320 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3836579919
60,00 €
Taschen.com

 

Das Buch und die Ausstellung Untold Stories im Düsseldorfer Museum Kunstpalast – die erste von Peter Lindbergh (1944-2019) selbst kuratierte Werkschau – entwickelten sich im Laufe der zweijährigen Vorbereitung zu Herzensprojekten, die der Photograph erst kurz vor seinem Tod fertigstellte. Gezeigt werden Photos aus den frühen 1980er Jahren bis in die Gegenwart, die den Blick auf Lindberghs umfangreiches Oeuvre nochmal verändern und seine besondere Idee der Modephotographie deutlich machen. Wir begegnen berühmten Lindbergh-Aufnahmen, vielen bislang noch unveröffentlichten Bildern sowie Auftragsarbeiten für Magazine wie Vogue, Harper’s Bazaar, W, Interview, Rolling Stone oder Wall Street Journal.

Untold Stories ist Lindberghs persönlichstes Statement zu seinem Werk. Der Photograph hat stets den Menschen in den Vordergrund gerückt und damit die Bildsprache von Modeaufnahmen revolutioniert. Seine Fotos machten aus Supermodels nicht nur Ikonen, sondern vor allem Frauen und verschoben die Grenze zwischen Modephotographie und zeitgenössischer Kunst. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Bilder und in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken,“ sagt Lindbergh im Gespräch. Inspiration holte er sich vom Tanztheater, aus dem Film, insbesondere Fritz Langs Metropolis, aber genauso von den Industriebrachen seiner Heimatstadt Duisburg. In Untold Stories begegnete Lindbergh, wie er sagt, seinen Photos nochmal gänzlich neu.

Dieser Band im XL-Format zeigt über 150 Aufnahmen – die meisten im Lindbergh-typischen Schwarz-Weiß gehalten. Nächtliche Straßenszenen und dramatische Settings am Hafen oder in Fabrikruinen belegen sein unnachahmliches Talent als Geschichtenerzähler. Daneben erleben wir private, fast intime Momente mit Persönlichkeiten, die in jahrelanger enger Beziehung zum Photographen standen: Nicole Kidman, Uma Thurman, Robin Wright, Jessica Chastain, Jeanne Moreau, Naomi Campbell, Charlotte Rampling und andere. Abgerundet wird das Ganze durch ein ausführliches Gespräch zwischen Lindbergh und Kunstpalast-Direktor Felix Krämer sowie eine Hommage von Wim Wenders an seinen Freund Peter Lindbergh.

Ausstellung
Kunstpalast Düsseldorf bis 1.6.2020

 

Heidi & Hans-Jürgen Koch
Thank you, Mouse!

24 × 30 cm
96 Seiten, 54 Fotos
Deutsch, Englisch
Hardcover, Leinen gebunden,
French-Fold-Schutzumschlag
ISBN 978-3-903101-18-0
April 2020
EUR 39,90


Labormäuse machen uns ein Geschenk: ihr Leben. Für unser Leben. Nach dem Menschen war die Maus das zweite Lebewesen, dessen Erbgut vollständig entschlüsselt wurde. Weil wir uns genetisch so ähneln, sind sie nun unsere Stellvertreter an der Forschungsfront. So werden in den Laboratorien dieser Welt tagtäglich Legionen von Mäusen als eine anonyme Masse Tiermaterial produziert und verbraucht. Ist dies moralisch zu rechtfertigen – oder möglicherweise geradezu ethisch notwendig? Der Erkenntnisgewinn für den Menschen jedenfalls immens und nicht selten überlebensrelevant. Heidi & Hans-Jürgen Koch setzen diesen kleinen Helden ein Denkmal und geben ihnen ihre Individualität und Persönlichkeit zurück. Durch die künstlerische herangehensweise erhalten die Photographien der „Menschenmäuse“ darüber hinaus eine universelle Bedeutung. In ihnen spiegelt sich nichts Geringeres wider, als die Würde der Kreatur und der Respekt vor ihr.

Ausstellung: „Danke, Maus!“
8. März bis 24. Mai 2020
Wilhelm-Fabry-Museum, Hilden

 

Martin Schoeller
Survivors. Faces of Life after the Holocaust

English
Book design: Bernard Fischer/Steidl Design
168 pages
75 color photographs
21.8 x 27 cm
Hardback
€ 28,00
ISBN 978-3-95829-621-3

 

Survivors. Faces of Life after the Holocaust zeigt frontale, eindringliche Porträts von 75 Holocaust Überlebenden in Israel. Entstanden sind diese Aufnahmen von Martin Schoeller in Zusammenarbeit mit dem World Holocaust Remembrance Center Yad Vashem mit Blick auf den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 2020.

Diese überwältigenden Bilder halten vom Leben gezeichnete Gesichter jüdischer Frauen und Männer fest, die die Gräuel der Schoa mit angesehen, erduldet und überstanden haben. Sie vermitteln eine Ahnung vom Überlebenskampf und von der außergewöhnlichen körperlichen wie seelischen Zähigkeit dieser Menschen. Aus allernächster Nähe aufgenommen, erzählt uns jedes dieser Porträts von Martin Schoeller eine zugleich individuelle und kollektive Geschichte. Diese Augen betrachten
uns, ihr Blick hält den unseren, die Falten dieser Gesichter bezeugen erlittene Qualen, aber auch den Triumph, überlebt und sich ein neues Leben aufgebaut zu haben. Survivors gibt Opfern der Schoa ein Gesicht – denjenigen, die überlebt haben, wie auch den vielen anderen, die nicht überlebt haben, und erlaubt uns als Betrachtern eine große Nähe zu diesen Menschen. Martin Schoellers Fotografien sind der Versuch, das Unbegreifliche für künftige Generationen zu bewahren. (Steidl)

 

Olivier Suter
Children

Nº 299
Hardcover
288 Seiten
142 Abbildungen
12.4 x 16.7 cm
ISBN 978-3-906803-99-9
52,00 €


Children versammelt Kinderporträts. Art und Stil der Photographien lassen erkennen, dass sie aus verschiedenen Epochen stammen. Im Angesicht der Kinder, manchmal begleitet von Mutter, Vater, Geschwistern und Freundinnen, fragt man sich nach dem Grund für die Auswahl und Zusammenstellung. Dann entdeckt man beim Durchblättern, dass sich hinter den noch weichen Gesichtszügen zukünftige Schriftstellerinnen, mathematische Genies und andere spätere Berühmtheiten verbergen, Diktatoren mitinbegriffen.

Ausgehend von ihren Physiognomien beginnt nun das Rätselraten: Wie kann dieser schläfrige Knirps nur Jimi Hendrix sein… oder werden? Jener schlecht gelaunte Junge in der Mitte seiner Klasse Arthur Rimbaud? Das kleine Mädchen Angela Merkel? Der dreckige Bengel Al Capone? Jener adrette Junge Papst Franziskus? Und das fröhliche Kind ist Osama Bin Laden? Grosse Überraschungen, grosses Staunen!

Ansätze eines Charles le Brun, der im 17. Jahrhundert glaubte, geistige Fähigkeiten und Charakter eines Menschen am Gesicht ablesen zu können, oder von belgischen Kolonialherren, die ihre ruandischen Untertanen mit Schädelvermessungen in Hutus und Tutsi einteilten, sind längst passé. Beim Betrachten von Children steht fest, dass es heute, in unserer Zurückweisung von rassischem Profiling, unmöglich ist, die Bestimmung eines Kindes oder Erwachsenen anhand seines Gesichts abzulesen. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als einfach zu schauen, um bei den paar Dutzend Bildern, die uns Olivier Suter vorlegt, beim Weiterblättern mal in Entzückung zu geraten und mal in Nachdenklichkeit zu verfallen, darüber, was aus diesen Kindern, die so sehr allen andern Kindern dieser Welt zu gleichen schienen, geworden sein mag. (Ed. Patrick Frey)

 

Irene van Nispen Kress
Silver

Texte von Hedy d’Ancona, Irene van Nispen Kress,
Marieke van der Waal sowie Anke, Ellen und Mieke
Gestaltung von Sybren Kuiper, -SYB-, Den Haag
23 × 30,6 cm
144 Seiten
73 duplex Abbildungen
Hardcover
Sprachen: Englisch, Niederländisch
ISBN 978-3-7356-0639-6
45,00 €


Das "Bild", das wir von Alter haben, entspricht der Generation der 60- bis 70-Jährigen keineswegs. Selbst mitten in ihren "besten Jahre", hat sich die Fotografin Irene van Nispen Kress ausgiebig damit beschäftigt, was es heißt, heute alt zu sein. Aus nächster Nähe begleitete sie über sechs Jahre drei ältere Frauen in ihrem Alltag. Sie ermöglicht uns intime Einblicke in das Leben dieser Frauen, die, aufgrund ihres Alters, für gewöhnlich nicht mehr im Rampenlicht stehen. Nispen Kress’ kraftvolle Fotos und Geschichten zeigen, dass gerade Zeit, Erfahrung und Alter die größten Stärken einer Frau sein können.

 

Erwin Polanc – Mago Über Verritt
Fotohof edition, Salzburg 2019
31.4 × 24.2 cm, 172 Seiten
Festeinband, fadengeheftet
Band 278, Auflage 500 Stück
ISBN 978-3-902993-78-6
49,00 €


Erwin Polanc verhandelt in seinem Künstlerbuch „Mago Über Verritt“ einen speziellen Blick auf Wirklichkeit. Die Bildauswahl vereint Bilder, die das Sehen selbst und seine Wahrnehmung thematisieren.
Seine Photographien handeln von der Anarchie der Dinge und verweigern sich jeglicher Narration. Vielmehr formen sie sich im Buch zu einer radikalen Sequenz des Auslotens und Abtastens von Orten, Spuren und Beziehungen. Sie legen Zeugnis ab, gestaltend zu fotografieren und Bildwerken einen autonomen Raum im Buch zu öffnen.

Die Möglichkeiten des Mediums Buch, in Kooperation mit dem Buchgestalter Oliver Klimpel erarbeitet, ist dezidiert Teil dieser künstlerischen Auseinandersetzung. Die 162 Photographien im Buchkörper werden von einer typografischen Klammer umfasst. Der Name des Buches bleibt im Verborgenen. Er findet sich in seiner Gesamtheit nur auf dem Buchrücken und im Kolophon. Seine Wortbestandteile und Fragmente allerdings tauchen im Buch nacheinander auf und begegnen den Bildern hin und wieder in minimalistischen, eigensinnigen Formen. (Fotohof edition)

 

Hans-Christian Schink
Hinterland

29,5 × 31 cm, 148 Seiten
76 farbige Abbildungen
mit einem Gedicht von Oswald Egger
Hardcover mit Leinenbezug, geprägt
Deutsch/Englisch
Januar 2020
45,00 €
ISBN 978-3-96070-044-9

'Hinterland' meint einerseits die dünn besiedelten Landstriche abseits der Großstädte, in dieser Serie speziell die abgelegenen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns“, erklärt Hans-Christian Schink. „Andererseits bezieht sich der Titel „Hinterland“ auf die imaginären Landschaften, die aus meiner Erinnerung entstehen. Landschaften, die ich aus meiner Kindheit kenne.“ Ortsbezeichnungen sind gleichzeitig auch seine Bildtitel und sie klingen selbst für deutsche Ohren seltsam, fremd und aus der Zeit gefallen: „Grauenhagen, Plath, Bei Karpzow, Wriezen, Cölpin, Am Darschkower See ….“ um nur eine Auswahl zu nennen. Es geht Schink in dieser Serie nicht um das Abbilden konkreter Orte. Seine Bilder sind eher das Resultat einer Suche ohne Ziel. Mit seinem Projekt versucht er eine Balance zu halten – einerseits die spröde, ansatzweise romantische Schönheit dieser Form von Landschaft zu zeigen, andererseits mit diesen Bildern auch eine Atmosphäre der Melancholie zu transportieren, die sich aus der Gefährdung eben dieser Landschaft durch die permanente Überbeanspruchung ihrer Ressourcen ergibt.

Hans-Christian Schink, 1961 geboren in Erfurt, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Photographie aus Deutschland. (Hartmann Projects)

 

Francesco Neri
Farmers

Herausgegeben von Fondation A Stichtung und Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur
96 Seiten mit 62 Abbildungen,
40 in Farbe, 22 in Triplex
mit einem Text von Jean-Paul Deridder
Hardcover mit Leinenbezug, bedruckt
Englisch, mit einem Beileger in Deutsch/Französisch/Italienisch/Flämisch
Hartmann Books
ISBN 978-3-96070-043-2
38,00 €


2018 gewann der italienische Photograph Francesco Neri den erstmals ausgelobten, prestigeträchtigen August-Sander-Preis für Portraitphotographie der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln. Seine Portraitstudien über Landwirte seiner norditalienischen Heimat hat Neri – der bei Guido Guidi studierte und in der Tradition der frühen italienischen Farbphotographen steht – analog, als Kontaktprints von seinen 8×10 Inch Großbildnegativen abgezogen. Sie können daher in diesem Buch vollformatig abgedruckt werden! Die sorgfältig komponierten Portraits von Männern, Frauen und Kindern der Familienbetriebe sind daher überraschend kleinformatig. Das Licht, die Hintergründe, die Haltung, Körpersprache, der Blick, der von körperlicher Arbeit geprägten Menschen sind zentrale Elemente seiner stillen Bilder, die gleichermaßen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der heute noch kleinteiligen, familiären, dörflichen Strukturen in der Landwirtschaft dokumentieren und befragen.


Francesco Neri (*1982) ist Professor für Photographie am Institut für Graphic Design in Faenza und Mitglied der AA School of Architecture, London. Seit über zehn Jahren arbeitet er an verschiedenen photographischen Langzeitprojekten vor allem im Bereich des Portraits, aber auch Landschaft und Interieur zählen zu seinen Interessensgebieten. „Farmers“ ist seine zweite monografische Publikation! (Hartman Projects)

Ausstellungen 2020
Fondation A Stichting, Brüssel, 19. Januar – 29 März;
Hartmann Projects im Galerienhaus Stuttgart, 15. Mai – 22. September