Ralf Meyer - "Architektonische Nachhut", 2001 - 2006

Prof. Wolfgang Reisewitz ist verstorben

Am 8. Februar 2012 ist Prof. Wolfgang Reisewitz, Mitglied der DGPh und Kulturpreisträger des Jahres 1999, verstorben.

Wolfgang Reisewitz war ein bedeutender Photograph der Nachkriegszeit und hat durch seine Suche nach einer photographischen Form entscheidende Impulse für die künstlerische Photographie der 50er Jahre gegeben.

1917 in Diedenhofen/Thionville geboren, hat er die Meisterklasse der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München absolviert und war Meisterschüler von Adolf Lazi in Stuttgart. Von 1973-1980 lehrte er als Professor für Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz.

Auf Anregung von Dr. Otto Steinert wurde 1949 die Gruppe fotoform gegründet. Mitglieder waren neben Reisewitz auch Peter Keetman, Siegfried Lauterwasser sowie Toni Schneiders. Zunächst als Reaktion und Protest auf eine Ablehnung von Arbeiten zu einer Ausstellung in Neustadt gedacht, entwickelte sich diese Gruppe rasch zu einem wichtigen Bestandteil der „Subjektiven Fotografie“, 1950 konnte sie bereits auf der photokina ausstellen, 1951 folgte dann die wegweisende Ausstellung „Subjektive Fotografie“ in Saarbrücken. 
Die Bedeutung von fotoform wurde 1999 mit der Verleihung des Kulturpreises der DGPh an Siegfried Lauterwasser, Wolfgang Reisewitz und Toni Schneiders gewürdigt.

Das photographische Werk von Wolfgang Reisewitz ist geprägt von einer Auseinandersetzung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Er hat sich immer als Gegenposition zur „harmlosen Lichtbildnerei“ verstanden. Die Auflösung der erlebten Wirklichkeit erreicht Reisewitz durch Montagen oder grafische Mittel. Negativmontagen oder andere Bearbeitungen prägen die Mehrdeutigkeit seiner Photographien.


 

Prof. Peter Bialobrzeski erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis 2012

Prof. Peter Bialobrzeski erhält den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2012 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)

 

                               Copyright: Dieter Zinn - Courtesy: Bildagentur laif


Der Photograph Prof. Peter Bialobrzeski wird mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird im September im Umfeld der Photokina in Köln stattfinden.

Der seit 1971 alljährlich für „vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik“ vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, dem der moderne Bildjournalismus seit der Weimarer Republik starke Anregungen verdankt. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer von der Leica Camera AG gestifteten, hochwertigen Kamera. Zu den bisherigen Preisträgern gehören weltbekannte Photographen wie Anders Petersen (Schweden), Martin Parr (England), René Burri (Schweiz), Barbara Klemm (Deutschland) und Robert Frank (USA).

Mit dem 1961 in Wolfsburg geborenen Peter Bialobrzeski ehrt die DGPh einen der profiliertesten und engagiertesten deutschen Photographen, der seit fast 20 Jahren beharrlich die Welt mit der Kamera beschreibt und interpretiert. Zugleich gilt die Ehrung auch einem einflussreichen Photolehrer und Autor, der stets die theoretische Auseinandersetzung mit dem Medium Photographie gesucht und auch hier wesentliche Akzente gesetzt hat.

Dr.-Erich-Salomon-Preis 2011 and Heidi und Hans-Jürgen Koch verliehen

Das Photographenehepaar Heidi und Hans-Jürgen Koch nahm am 19. November den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2011 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Empfang
 
Am 19. November überreichte der Vorsitzende der DGPh, Ditmar Schädel, zusammen mit Andreas Dippel als Vertreter der Leica Camera AG den deutschen Photographen Heidi und Hans-Jürgen Koch den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2011 im LVR-LandesMuseum in Bonn. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer von der Leica Camera AG gestifteten, hochwertigen Kamera.

Vor zahlreichen Gästen hielt Wolfgang Behnken, eine herzliche und humorvolle Laudatio. Der als Entdecker und Förderer der Kochs geltende, langjährige Artdirektor des Magazins Stern beschrieb die Anfänge einer für beide Seiten erfolgreichen, bis heute andauernden Kooperation. Als Gründe für den Erfolg benannte er die andere Sichtweise, die deutlich zu der der klassischen Tierphotographen kontrastiere, und ihren Perfektionismus.

Ausstellung 2012 "Für immer jung - 50 Jahre Deutscher Jugendfotopreis"

Auf Initiative von L. Fritz Gruber wurde 1961 vom Bundesjugendministerium der Deutsche Jugendfotopreis gestiftet. Neben Jugend forscht und Jugend musiziert zählt er zu den traditionsreichsten Bundeswettbewerben. Das 50-jährige Jubiläum bot den Anlass für eine große Retrospektive, die nach der Präsentation im Deutschen Historischen Museum (DHM Berlin)  im LVR-Museum (Rheinisches Landesmuseum Bonn) gezeigt wurde. Bei der Konzeption und Bildauswahl hat die Sektion Bildung und Weiterbildung mitgewirkt.
 

Otto-Steinert-Preis der DGPh gibt sich 2011 naerrisch

Otto-Steinert-Preis der DGPh gibt sich 2011 närrisch

Der mit 5.000 € dotierte Otto-Steinert Preis 2011 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) geht an den Photographen Axel Hoedt. In einem mehrstufigen Auswahlprozess mit über 240 Bewerbern fiel am 10. Oktober die Wahl auf den in London lebenden deutschen Künstler. Seine Serie „Fastnacht“ überzeugte die Jury inhaltlich, ästhetisch und technisch.

Die Sektion Bild der DGPh vergibt den mit 5.000 € dotierten Otto-Steinert-Preis als Stipendium für die Vervollständigung von Axel Hoedts Serie „Fastnacht“. Nach dem langen Auswahlprozess waren in der finalen Auswahl zwei qualitativ nahezu gleichwertige Finalisten übrig geblieben. Neben dem Preisträger beeindruckte die Arbeit von Arno Schidlowski, für die die Jury eine Lobende Erwähnung aussprach.

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