Anonymous, Untitled, USA, ca. 1930. Collection Sébastien Lifshitz
Anonymous, Untitled, USA, ca. 1930. Collection Sébastien Lifshitz
Eröffnungsdatum
Photograph*in
Zackary Drucker, Lynn Hershman Leeson, Paul Mpagi Sepuya, Jamal Nxedlana, Elle Pérez, Walter Pfeiffer, Sally Potter, Viviane Sassen, Collier Schorr, Mickalene Thomas, Carmen Winant
Ausstellungsdatum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

C/O Berlin präsentiert in drei komplementären Ausstellungen die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung und verortet diese innerhalb der Fotografie. Im Gegensatz zu anderen Medien stellt die Fotografie sexuelle Orientierung und Identität nicht nur dar, sondern trägt wesentlich zu ihrer gesellschaftspolitischen Determinierung bei. Denn seit seiner Erfindung im Jahr 1839 dient das Medium auch dazu, Menschen visuell zu kategorisieren. Dabei wollen die drei Ausstellungen ein vielschichtiges, visuelles Panorama von queerer Fotografie feiern.

Under Cover . A Secret History of Cross-Dressers zeigt die von dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Sébastien Lifshitz über mehrere Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Die Ausstellung kontextualisiert das subversiv-visuelle Spiel mit Geschlechterrollen als historisches Phänomen. Die Ausstellung wurde produziert von Recontres d‘Arles.

Mit Casa Susanna . Cindy Sherman Collection präsentiert die wohl berühmteste Verkleidungskünstlerin der Welt Originalbilder der Casa Susanna aus ihrer eigenen Sammlung. Casa Susanna war in den 1950er- und 1960er-Jahren ein Safe Space für Cross-Dresser:innen und trans Frauen in Hunter, New York.

Die zum Teil eigens für Orlando . Curated by Tilda Swinton konzipierten Arbeiten präsentieren unterschiedliche Blickrichtungen auf Fragen von Identität, Geschlecht, Herkunft und Sexualität. In der Vielfalt der künstlerischen Ansätze und Perspektiven werden gängige Vorstellungen, Darstellungsformen und Machtverhältnisse aufgebrochen. Durch die Auswahl der Künstler:innen, ihrer künstlerischen Neuinterpretation der Themen sowie der identitätsstiftenden Konstruktion von neuen Narrativen bekommen bisher häufig marginalisierte oder unterrepräsentierte Sichtweisen eine Bühne. Die visuelle Reflektion von menschlicher Existenz in ihrer Vielfalt ist zugleich ein inspirierendes Plädoyer für Unvoreingenommenheit, Empathie und Toleranz in der künstlerischen Fotografie der Gegenwart.