Thomas Anschütz, YUKI-ONNA, 2013, Pigmentierte Tinte auf Büttenpapier, 60 x 80 cm, © Thomas Anschütz
Thomas Anschütz, YUKI-ONNA, 2013, Pigmentierte Tinte auf Büttenpapier, 60 x 80 cm, © Thomas Anschütz
Eröffnungsdatum
Photograph*in
Martin Anders, Thomas Anschütz, Manuela Höfer, Michaela Maria Langenstein, Nadine Poulain und Werner Prinz
Ausstellungsdatum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

Die Ausstellung versammelt Arbeiten, die im höchsten Maße die Abstraktionsmöglichkeiten der Fotografie ausreizen. Die Arbeiten von bekannten Künstlern, aber auch von vollkommen unbekannten Fotografen verbindet, dass sie aus der Natur heraus neue Formen generieren, die hochgradig zeichnerische und malerische Qualitäten aufweisen. So unterschiedlich sich die Fotograf*innen der Ausstellung »naturstrukturabstrakt« mit ihrer Thematik auseinandersetzen, so haben ihre Werke doch eines gemein: Das ursprüngliche Motiv ist im Grenzbereich der Abstraktion nur noch entfernt zu erahnen.

Naturstrukturen können vor allem dann besonders faszinieren, wenn durch fotografische Abstraktionsvorgänge der Gegenstand bis zur Unkenntlichkeit verunklärt wird. Die Bildelemente transformieren sich zu künstlerischen Neuschöpfungen, die, mitunter in spielerischer Manier, die Sinne verwirren und Assoziationen generieren. Größenverhältnisse verschieben und Bildelemente verselbständigen sich. Oben wird zu unten, klein zu groß, Linien werden zu Zeichen und Muster zu Symbolen. Die Abbildung der Wirklichkeit wird auf die Spitze getrieben, die Wirklichkeit in Frage gestellt und Sehgewohnheiten werden herausgefordert.

Thomas Anschütz entzieht den Dingen am Computer ihre Farbinformationen und beraubt sie so ihrer Dimensionalität. Nadine Poulain beschäftigt sich mittels aufwändiger technischer Verfahren mit der digitalen Überführung von Naturphänomenen in die Abstraktion. Martin Anders sucht Craqueluren, um in ihnen in Nahsicht Grafiken zu finden. Werner Prinz formiert Lichtreflexionen auf Wasseroberflächen zu Figuren und Zeichen. Manuela Höfer und Michaela Maria Langenstein erstellen in der Dunkelkammer mit Pflanzen abstrakte Fotogramme, lassen dort aber auch nur mit Licht und Chemie organische Gebilde heranwachsen, die pflanzlichen oder tierischen Urformen ähneln.