Rebecca Unz: Benni / Sensibelchen, 24.03.2019, © Rebecca Unz
Rebecca Unz: Benni / Sensibelchen, 24.03.2019, © Rebecca Unz
Photograph*in
Rebecca Unz
Datum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

NEUE LAUFZEIT: 12. MÄRZ BIS 8. AUGUST 2021

EIN BESUCH DER AUSSTELLUNG IST NUR MIT VORANMELDUNG MÖGLICH, TICKETS KÖNNEN ONLINE AB 10. MÄRZ UNTER WWW.SK-KULTUR.DE GEBUCHT WERDEN. ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN FINDEN MOMENTAN NICHT STATT.

WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH!

Den August-Sander-Preis erhält in diesem Jahr die junge österreichische Künstlerin Rebecca Unz (* 2000) für ihre Portraitreihe „Sensibelchen“, 2018–2019. Im Zentrum der digitalen Photographien stehen Gesichter von jungen Männern und Frauen aus dem musikalischen Umfeld von Hip Hop und Rap. Es sind Kopfstudien, modelliert durch eine besondere Lichtführung, die jedem Portrait seinen Platz in der Bildreihe zuweist: Eindrucksvoll verläuft die Serie Bild für Bild wie eine Tonleiter von einem warmen zu einem kalten Farbton und verstärkt so die Variationsbreite der von Rebecca Unz beobachteten Momente und Befindlichkeiten.
       In dieser anlässlich der Preisverleihung konzipierten Ausstellung werden über die prämierte Serie hinaus noch weitere Arbeiten gezeigt, die sich mit den unterschiedlichen Facetten der Portraitdarstellung, bis hin zu einer abstrakten Formanalyse, beschäftigen. Für Rebecca Unz birgt das Genre eine Vielzahl an Möglichkeiten, eine Person als komplexes Individuum künstlerisch zu reflektieren. Person wird hier auch aufgefasst als eine Projektionsfläche und der Einsatz verschiedener gestalterischer Mittel und deren spezifische Möglichkeiten betonen je eigene Aspekte. In ihrer Diplomarbeit an der Ortweinschule in Graz, wo sie die Klasse für Photographie & Multimedia Art besucht hat, ist sie am Beispiel des Rappers „Eloquent“ vielschichtigen Vorstellungswelten über dessen Person und Image nachgegangen.
      Rebecca Unz verwendet nicht nur das Medium der Photographie, auch die Zeichnung, ausgeführt in Bleistift oder in digitaler Umsetzung, gehört zu ihren künstlerischen Mitteln, mit deren Potenzial sie – sei es in naturalistischer oder in abstrakter Weise – souverän experimentiert. Bewusst verwischt sie die Grenzen der Erkennbarkeit der von ihr eingesetzten Techniken und fordert so die aufmerksame Wahrnehmung der Betrachter heraus.

Der August-Sander-Preis wurde 2018 zum ersten Mal von der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur ausgelobt, gestiftet von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach. Mit dem Preis verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze in Reaktion auf die sachlich-konzeptuelle Photographie zu fördern, mit dem besonderen Schwerpunkt auf dem menschlichen Portrait.