© André Kirchner
© André Kirchner
Photograph*in
André Kirchner (DGPh)
Datum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

Die aktuelle Fotoserie von André Kirchner nimmt Schaufenster und Hauseingänge entlang der Potsdamer Straße und der Hauptstraße in den Blick. Begleitend dazu erzählen historische Ansichten von der Entwicklung dieser Einkaufsmeile. Sie rufen traditionsreiche Fachgeschäfte in Erinnerung, die heute aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Für die neue Schau im Schöneberg Museum hat André Kirchner 112 Fotografien ausgewählt. Wie ein roter Faden führen sie entlang des Straßenverlaufs durch die Ausstellung – vorbei an Gebäuden und Eingängen, vom Innsbrucker Platz bis zum Landwehrkanal und zurück. Es sind stille Momentaufnahmen, die Kirchner durchgehend im Morgenlicht gemacht hat. Menschenleer und auf die dingliche Welt konzentriert, portraitieren sie einen besonderen Berliner Straßenzug, mit dem der Fotograf und Autor auch biografisch eng verbunden ist.

Umrahmt werden seine Fotografien von historischen Abbildungen und Objekten, die ergänzend die bewegte Chronik der Geschäftsmeile überliefern und dazu einladen, hinter die Schaufenster und Fassaden zu schauen. Sie gewähren Einblicke in Geschichten stadtbekannter Traditionsgeschäfte, von denen viele in den vergangenen Jahren schließen mussten. Die Ausstellung ruft zugleich viele Erinnerungen wach – etwa an die glitzernde Welt der Verkleidung von Deko Behrendt, den Eingang in Brillenform von Optiker Wunder oder die Apotheke am Sportpalast in einem ehemals besetzten Haus.

In der Zusammenschau macht die Ausstellung einen zeitgeschichtlichen Wandel sichtbar. In verdichteter Form lässt sich eine Transformation beobachten, wie sie sich vielerorts in der Stadt ereignet.Um das Bild zu vervollständigen, sind auch die Ausstellungsgäste dazu eingeladen, weitere Geschichten und Erinnerungen im Museum zu hinterlassen.

 
Das Begleitprogramm umfasst Gespräche mit dem Fotografen und Autor André Kirchner, Kuratorinnen-Führungen und Stadtspaziergänge. Alle Termine und Informationen erhalten Sie zeitnah auf der Homepage der Museen Tempelhof-Schöneberg.

Die Ausstellung wurde aus Mitteln des Bezirkskulturfonds gefördert.