Erich-Stenger-Preis der DGPh
Die DGPh vergibt durch ihre Sektion „Geschichte und Archive“ seit 1978 den Erich-Stenger-Preis. Er dient dem Andenken an den Photohistoriker und Sammler Prof. Dr. Erich Stenger (1878-1957), der zu den Mitbegründern der Deutschen Gesellschaft für Photographie im Jahre 1951 gehört.
Mit dem Erich-Stenger-Preis wird eine eigenständige und originelle wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet, deren Gegenstand die Geschichte und/oder Theorie der Photographie ist.
Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Eine Teilung des Preises in zwei Hälften ist möglich. Über die Vergabe entscheidet eine Jury der Sektion Geschichte und Archive, die aus deren Vorstand und zwei weiteren Mitgliedern besteht. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Die Begründung wird bekanntgegeben. Der Preis wird in einer öffentlichen Feier überreicht.
Eingereicht werden soll ein abgeschlossenes Manuskript in zweifacher Ausführung. Das Preisgeld kann für die Drucklegung der ausgezeichneten Arbeit verwendet werden.
Erich Stenger
wurde am 5. August 1878 in Aschaffenburg geboren. Nach einem Studium der Chemie (1897-1903 in München und Kiel, wo er 1903 promovierte) wird er 1905 Assistent von Prof. Dr. Adolph Miethe (1862-1927) am „Photochemischen Laboratorium“ der Technischen Hochschule in Berlin. Während des Ersten Weltkriegs stellte er seine Fachkenntnisse in den Dienst der photographischen Luftaufklärung (in Köln und in Berlin Adlershof). Nachdem er 1919 an der TU in Berlin worden war, wirkte er dort von 1922 bis 1934 als außerordentlicher Professor. Von 1928-1934 war Stenger als Bibliotheksrat an der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin beschäftigt und nutzte seine Stelle zum Aufbau einer Photobibliothek. 1934 wird er Leiter des in „Institut für Angewandte Photochemie“ umbenannten „Photochemischen Laboratoriums“. Mit dem neuen Namen sollte auf das innovative Potential des 1864 von Hermann Wilhelm Vogel (1834-1898) gegründeten Instituts verwiesen werden. Nachdem 1943 die Praktikumsräume des Instituts bei einem Luftangriff zerstört worden waren, wurde das Institut 1944 an die Technische Hochschule Brünn verlegt. Seine Wiederberufung an die Technische Hochschule in Berlin wurde 1947 abgelehnt. Bis zu seinem Tod am 14. September 1957 in San Remo wirkte er als freiberuflicher Fotohistoriker und Sammler.
Die Erich-Stenger Preisträger
